Das liegt nicht nur an dem bekannt bulligen Design des BMW M2, sondern insbesondere an dem erstarkten Triebwerk unter der Motorhaube. Der doppelt ausgeladene Dreiliter-Reihensechszylinder leistet nach der Garchinger Kraftkur 302 kW / 410 PS und ein maximales Drehmoment von 550 Nm, das dem sportlich interessierten Piloten ab 2.350 U/min zur Verfügung steht. Nach wie vor nicht verabschiedet haben sich die M-Verantwortlichen jedoch von der sinnfreien 250-km/h-Abregelung und lassen Ihren neuen Kraftprotz unverändert nur gegen Aufpreis zumindest bis 280 km/h von der Leine. Der bekannte 370-PS-M2 läuft mit dem Marktstart des BMW M2 Competition zum Sommer aus.

Optisch unterscheidet sich der 4,46 Meter lange und über 1,6 Tonnen schwere M2 Competition von seinem Vorgänger nur marginal. So gibt es kaum sichtbar größere Lufteinlässe, eine Karbon-Domstrebe, einen neuen 19-Zoll-Radsatz, ein paar Aufhübschungen im Innern und auf Wunsch die empfehlenswerte Sportbremse für besonders starke Beanspruchungen, wenn es doch einmal auf die Rundstrecke gehen sollte.

Der zum Pilot gewordene Fahrer des BMW M2 Competition hat die Wahl, wie er seine Renngefühle nach dem Kauferlebnis ausleben will. Entweder in wohl konturierten Ledersportsitzen oder in einem nicht weniger bequemen Rennsitz, der ein paar Kilogramm Gewicht spart. Die meisten Kunden dürften sich dabei für die Option mit einem siebenstufigen Doppelkupplungs-Getriebe entscheiden, die den Normverbrauch von 9,9 auf 9,2 Liter senkt. Wer will, kann in die Schaltprozesse des Zweitürers jedoch auch manuell über serienmäßige Sechsgang-Getriebe eingreifen. 0 auf Tempo 100 schafft der Bayer in 4,2 Sekunden. Die vierflutige Aufpuffanlage tönt über ein Klappensystem je nach Drehzahl sein Stakkato. Marktstart für den BMW M2 Competition ist im September; der Preis dürfte auf dem Niveau des aktuellen M2 und somit bei rund 60.000 Euro liegen.