• Exklusiver geht es nicht: Auf der Monterey Auto Week gibt es automobile Raritäten zu bestaunen, wie diesen Ruxton, Baujahr 1929. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Exklusiver geht es nicht: Auf der Monterey Auto Week gibt es automobile Raritäten zu bestaunen, wie diesen Ruxton, Baujahr 1929. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Rollender Palast: Der 1934er Duesenberg. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Rollender Palast: Der 1934er Duesenberg. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Nicht schön, aber selten: Auf der Monterey Auto Week gibt es das ein oder andere \"verschönerte\" Einzelstück zu sehen, wie diesen Chrysler aus dem Jahr 1947. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Nicht schön, aber selten: Auf der Monterey Auto Week gibt es das ein oder andere \"verschönerte\" Einzelstück zu sehen, wie diesen Chrysler aus dem Jahr 1947. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Der heruntergekommene Buick von 1948 ist ein sogenanntes \"Rat Car\". Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Der heruntergekommene Buick von 1948 ist ein sogenanntes \"Rat Car\". Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Ein Rolls Royce darf natürlich bei einem solchen Event nicht fehlen. Hier das seltene Modell Silver Wraith Franay. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Ein Rolls Royce darf natürlich bei einem solchen Event nicht fehlen. Hier das seltene Modell Silver Wraith Franay. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Auch automobile Schätze aus Deutschland, wie diesen BMW 503 von 1958, kann man an der Pazifikküste bestaunen. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

    Auch automobile Schätze aus Deutschland, wie diesen BMW 503 von 1958, kann man an der Pazifikküste bestaunen. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Bemitleidenswert: Ein 1986er AMC Renault Alliance. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Bemitleidenswert: Ein 1986er AMC Renault Alliance. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Die rote Göttin aus Maranello darf bei einem solchen Event nicht fehlen. Hier gleich eine ganze Armada bestehend aus einem 288 GTO Evo, einem F40 und einem F50 (von links nach rechts). Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Die rote Göttin aus Maranello darf bei einem solchen Event nicht fehlen. Hier gleich eine ganze Armada bestehend aus einem 288 GTO Evo, einem F40 und einem F50 (von links nach rechts). Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Communist Car: Auch ein Yugo von 1989 hat den Weg nach PebbleBeach gefunden. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Communist Car: Auch ein Yugo von 1989 hat den Weg nach PebbleBeach gefunden. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Porsche GT1 und Morgan F4: Auf der Monterey Auto Week sind Fahrzeuge fast aller Epochen vertreten. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Porsche GT1 und Morgan F4: Auf der Monterey Auto Week sind Fahrzeuge fast aller Epochen vertreten. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • US-Talkshow-Legende Jay Leno im Peel Trident. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    US-Talkshow-Legende Jay Leno im Peel Trident. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Legenden unter sich: Talkmaster und leidenschaftlicher Autosammler Jay Leno zusammen mit der Rennfahrerlegende Derek Bell. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Legenden unter sich: Talkmaster und leidenschaftlicher Autosammler Jay Leno zusammen mit der Rennfahrerlegende Derek Bell. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • M3 Parade: Auch die Sportlimousine aus München war in Pebble Beach zahlreich  vertreten. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    M3 Parade: Auch die Sportlimousine aus München war in Pebble Beach zahlreich vertreten. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Vergangenheit und Gegenwart bei McLaren. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Vergangenheit und Gegenwart bei McLaren. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Darf auf keiner Oldtimer Veranstaltung fehlen: Der Mercedes 190 SL. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Darf auf keiner Oldtimer Veranstaltung fehlen: Der Mercedes 190 SL. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Klassiker: Mercedes 280 SEL 4.5 Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Klassiker: Mercedes 280 SEL 4.5 Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Campingausflug im Mercedes 420 SEL. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Campingausflug im Mercedes 420 SEL. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Sie sehen aus wie aufgemotzte Porsche 911 S-Modelle aus den 60er Jahren. Sie aber tragen unter ihrem Kleid die Technik der 90er Jahre und stammen aus der Werkstatt von US-Tuner Singer Vehicle Design. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Sie sehen aus wie aufgemotzte Porsche 911 S-Modelle aus den 60er Jahren. Sie aber tragen unter ihrem Kleid die Technik der 90er Jahre und stammen aus der Werkstatt von US-Tuner Singer Vehicle Design. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Muss Liebe schön sein: Dieser Autobesitzer ist seinem SLK 55 AMG anscheinend mit Haut und Harr verfallen. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Muss Liebe schön sein: Dieser Autobesitzer ist seinem SLK 55 AMG anscheinend mit Haut und Harr verfallen. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Stefan Behr und Marcel Sommer mit dem Preis für besonderes Engagement. 3000 Meilen haben sie auf der Route 66 zurückgelegt um nach Pebble Beach zu kommen. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Stefan Behr und Marcel Sommer mit dem Preis für besonderes Engagement. 3000 Meilen haben sie auf der Route 66 zurückgelegt um nach Pebble Beach zu kommen. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Die Monterey Auto Week ist wohl das Mekka für jeden Autonarr. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Die Monterey Auto Week ist wohl das Mekka für jeden Autonarr. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Man trägt vornehm Hut, kolorierte Hose und tiefen Ausschnitt. Bei \"The Quail ? a Motorsport Gathering\" präsentiert sich die automobile Oberschicht und plaudert bei Austern, Champagner und strahlendem Sonnenschein über den eigenen Fuhrpark. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Man trägt vornehm Hut, kolorierte Hose und tiefen Ausschnitt. Bei \"The Quail ? a Motorsport Gathering\" präsentiert sich die automobile Oberschicht und plaudert bei Austern, Champagner und strahlendem Sonnenschein über den eigenen Fuhrpark. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Sonnenschein und automobile Raritären: Das sind die Zutaten für den perfekten Vormittag auf der Moneterey Auto Week. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Sonnenschein und automobile Raritären: Das sind die Zutaten für den perfekten Vormittag auf der Moneterey Auto Week. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Auf dem Schwarzmarkt sind über 2000 Dollar fällig für eine Eintrittskarte - Flugshow inklusive. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Auf dem Schwarzmarkt sind über 2000 Dollar fällig für eine Eintrittskarte - Flugshow inklusive. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Schedenhappen: Volvo 122S. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Schedenhappen: Volvo 122S. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Marke Eigenbau: Der VW Käfer electric. Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Marke Eigenbau: Der VW Käfer electric. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

  • Pebble Beach an der kalifornischen Pazifikküste ist nicht nur in Sachen Automobil ein anderer Planet. Positiv verrückte Typen gehören bei diesem Event einfach dazu.  Bild:  H. Mutschler / M. Sommer

    Pebble Beach an der kalifornischen Pazifikküste ist nicht nur in Sachen Automobil ein anderer Planet. Positiv verrückte Typen gehören bei diesem Event einfach dazu. Bild: H. Mutschler / M. Sommer

Man weiß nicht, wohin man schauen soll. Ein silberner Porsche 959 reiht sich an einen dunkelroten Ferrari 275 und hintendran blitzen an der unscheinbaren Straßenkreuzung zwischen Monterey und der Nobelenklave Pebble Beach ein schwarzer Mercedes SLS und ein wollweißer Jaguar XK 120. Das sich hier niemand ernsthaft für moderne Elektroautos interessiert, hört man mit einem Ohr beim Einchecken in das schicke Hotel an der Touristenmeile Cannery Row in Monterey. “Sehen sie zu, dass die beiden Elektroautos hier vor dem Haus wegkommen”, murmelt der Hotelmanager zu seiner Dame hinter dem Empfangsschalter während die gerade einen Gast eincheckt, “ich will hier in den nächsten Tagen nur echte Autos sehen.” Audi R8, Porsche 911 oder Mercedes SL nimmt hier rund um Monterey in der dritten Augustwoche niemand ernsthaft wahr – zu gewöhnlich. Immerhin sorgt der Hybridsportler BMW i8 durch sein spektakuläres Design noch für Aufsehen abseits von Golfplätzen, Luxusvillen und zahllosen Partys.

Eine Woche lang wird zwischen der Rennstrecke von Laguna Seca, dem Urlaubsort Monterey und den vier Golfplätzen von Pebble Beach der automobilen Leidenschaft gefrönt, wie nirgends anders auf der Welt. Wer sich für Autos interessiert, muss hier einmal hin. Wer Oldtimer liebt, wird europäische Großveranstaltungen wie Techno Classica, Oldtimer Grand Prix am Nürburgring oder Le Mans Classic nach seinem Besuch im automobilen Dreieck der Glückseligkeit nur noch müde belächeln. Rund 15.000 Fahrzeuge werden bei den zahllosen Auktionen, zumeist von Nobelauktionshäusern wie RM Auctions, Gooding oder Bonhams, in neue, wohl betuchte Hände übergeben. “Wir haben hier im vergangenen Jahr an den beiden Versteigerungsabenden über 125 Millionen Dollar umgesetzt und hoffen, dass wir das in diesem Jahr knacken”, strahlt Amy Christie vom Auktionshaus RM. Bodenständiger, aber keinesfalls uninteressanter geht es bei Russel und Steele zu und auch bei den Rahmenevents bahnen sich unzählige Eigentumsüberschreibungen an. Das gilt auch für die Legends of the Autobahn, wo die deutschen Autofans auf ihre Kosten kommen.

Der Concours de Lemons, wo Jahr für Jahr die abgefahrensten Autos prämiert werden, ist eine Schau für sich. Heruntergerockte Rat Cars stehen neben Yugo-Modellen aus den 80er Jahren oder einem historischen VW Bus, der schon bessere Dekaden gesehen hat. Die Veranstaltung hat längst über die Grenzen von Amerika hinaus einen Namen. Das Fahrerdoppel Marcel Sommer und Stefan Behr sind über die legendäre Route 66 eigens von Chicago rund 3.000 Meilen nach Monterey gekommen, um ihr betagtes BMW 325i Cabrio den hier offen bestechungsfreudigen Juroren zu präsentieren während US-Fernsehstar und Autoliebhaber Jay Leno in einem Peel Trident über den Rasen knattert.

Nur ein paar Meilen weiter trägt man vornehm Hut, kolorierte Hose und tiefen Ausschnitt. Bei „The Quail – a Motorsport Gathering“ präsentiert sich die automobile Oberschicht und plaudert bei Austern, Champagner und strahlendem Sonnenschein über den eigenen Fuhrpark, bestens laufende Geschäfte und die neue Lebenspartnerin mit frisch optimierter Karosserie. Dazu etwas dezenten Background-Jazz oder ein trällerndes Italo-Terzett – fertig ist der perfekte Vormittag, der gerade einmal 450 Dollar Eintritt kostet. Wenn man berücksichtigt wird. Auf dem Schwarzmarkt sind über 2.000 Dollar fällig. Das lässt sich nur vom Wochen-, Saison- und Jahreshöhepunkt, dem Concours d’ Elegance auf der Schlussbahn des Pebble Beach Golfplatzes, steigern. Eintritt: 275 Dollar – Voranmeldungen: 22.000. Dass hier am Ende ein silberner Ferrari 375 MM gewinnt, der bei seiner Geburt ein Cabrio war, ist für viele der Besucher fast nebensächlich. Sie beschäftigen sich wieder mit Champagner, Austern und den Geschäften – mit oder ohne Oldtimer. Nächstes Jahr kommen alle wieder – versprochen.

Stefan Grundhoff; press-inform