| von Wolfgang Gomoll

Auf der Rückbank fühlt man sich sauwohl und kann auch mal die Füße ein bisschen ausstrecken, da die Schul-Linieal-Länge dem Innenraum zugute kommt. Ansonsten ist das Cockpit das, eines typischen Mini der 1990er: Holzfurnier, Rundinstrumente, ein paar Kipp-Schalter, ein dickes Lenkrad, das wie bei einem Bus steil noch oben ragt und Sitze, die vom Seitenhalt her eher an Luftmatratzen erinnern. Einen lässigen Trick hat die Mini-Stretch-Limousine made in Niedersachsen aber noch im Ärmel: Nimmt man die Kopfstützen raus und kurbelt die Lehnen der Vordersitze bis in die Waagrechte zurück, entsteht ein ebener Boden auf dem man auch gut schlafen kann. Also ist der Mini Four auch eine Art Wohnmobil.

Der XXL-Winzling macht auch auf der Straße Laune, das merkt man schon nach wenigen Metern. Unter der kurzen Haube rasselt der 1,3-Liter-Motor mit 63 PS und der hat mit dem Mehrgewicht keine großen Probleme. Nur in den Kurven merkt man den längeren Radstand, aber zum Wieseln ist dieser Mini ja auch nicht gedacht. Irgendwie ist es schon lässig, mit diesem seltenen Gefährt durch die Stadt zu flitzen. In den Straßencafés werden die Sonnenbrillen abgesetzt und mit den Fingern auf den sonderbaren Blauling gezeigt..