| von Stefan Grundhoff

Wie gerne hätte der VW Golf RS den 400 PS starken Fünfzylinder-Turbo aus dem Hause Audi unter der Haube gehabt - selbstverständlich in bekannter Manier quer verbaut. Doch Audi wollte nicht, dass die nachgeschärfte Version des ohnehin sportlichen VW Golf R zu nah am heraneilenden Audi RS3 räubert. Dafür kommt der brummig bollernde Fünfzylinder, der unter anderem den prächtigen Audi RS Q3 zu sportlichen Höchstleistungen schiebt, nun im nahezu identisch positionierten Cupra Formentor unter. Damit ein Hauch An- und Abstand zum Ingolstädter Powerdoppel und dem Audi TT RS bleibt, brüllt der Cupra Formentor mit seinen 2,5 Liter großen Turboaggregat jedoch nicht mit 294 kW/400 PS, sondern "nur" 287 kW/390 PS und 480 Nm maximalem Drehmoment zwischen 2.250 und 5.700 U/min. Aus dem Stand geht es dank Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe in 4,2 Sekunden auf Tempo 100.

Seat will mit dem sportlichsten aller Cupra-Modelle Begehrlichkeiten wecken und bei der Premiumkonkurrenz wildern - auch deshalb ist der Cupra VZ5 - kurz für spanisch veloz - schnell - auf 7.000 Einheiten limitiert. "Der Cupra Formentor bietet eine leere Leinwand für die Entwicklung einer Reihe von Fahrzeugen, die Fahrspaß sowie Leistung gleichermaßen maximieren und dabei die Positionierung der Marke stärken", so Seat-Entwicklungsvorstand Dr. Werner Tietz, "unter ihnen ist der VZ5 die leistungsstärkste und anspruchsvollste Variante, die je geschaffen wurde und ich bin überzeugt, dass er mit seinen exklusiven Leistungselementen ein Traum für Autoliebhaber sein wird." Der sportlich ambitionierte Kunde hat dabei die Wahl zwischen den Lackierungen Taiga Grey, Midnight Black, Magnetic Tech Matt und Petrol Blue Matt. Die Sportsitze im Innern sind wahlweise mit blauem oder schwarzem Leder sowie braunem Nappaleder bezogen. Ausstattung, Bedienelemente und Anzeigen kennt man bereits aus dem normalen Cupra Formentor.

Optisch unterscheidet sich der Formentor VZ5 ansonsten nicht nennenswert von seinem 310 PS starken Bruder VZ 310. Jedoch gibt es im Unterschied zu ihm vier selbstbewusste Kupfer-Endrohre, ein um zehn Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk mit variabler Dämpferkontrolle sowie verschiedenen Fahrprogrammen, die am griffigen Sportlenkrad durchgeschaltet werden können. Damit nicht nur die Beschleunigung auf bis zu 250 km/h stimmt, sondern auch die Bremsleistung, gibt es einen 20-Zoll-Radsatz sowie eine 18-Zoll-Sportbremsanlage für beste Verzögerungswerte. Die Preise für den Cupra Formentor stehen aktuell noch nicht fest; Marktstart ist im vierten Quartal dieses Jahres.

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