• Der Ford Edge steht ab Juni 2016 beim Händler. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge steht ab Juni 2016 beim Händler. Bild: press-inform / Ford

  • Das Fahrwerk ist für Europa abgestimmt. Bild: press-inform / Ford

    Das Fahrwerk ist für Europa abgestimmt. Bild: press-inform / Ford

  • Der Ford Edge ist knapp 4,81 Meter lang. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge ist knapp 4,81 Meter lang. Bild: press-inform / Ford

  • Das Interieur ist nicht immer wertig. Bild: press-inform / Ford

    Das Interieur ist nicht immer wertig. Bild: press-inform / Ford

  • Der Vierzylinder-Diesel geht geschmeidig zur Sache. Bild: press-inform / Ford

    Der Vierzylinder-Diesel geht geschmeidig zur Sache. Bild: press-inform / Ford

  • Der Ford Edge steht knackig auf der Straße. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge steht knackig auf der Straße. Bild: press-inform / Ford

  • Die Höchstgeschwindigkeit ist 211 km/h. Bild: press-inform / Ford

    Die Höchstgeschwindigkeit ist 211 km/h. Bild: press-inform / Ford

  • Der Ford Edge ist geräumig. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge ist geräumig. Bild: press-inform / Ford

  • Die Top-Version "Sport" des Ford Edge kostet mindestens 52.550 (inkl. DKG). Bild: press-inform / Ford

    Die Top-Version "Sport" des Ford Edge kostet mindestens 52.550 (inkl. DKG). Bild: press-inform / Ford

  • Auch abseits befestigter Straßen kommt der Ford Edge gut voran. Bild: press-inform / Ford

    Auch abseits befestigter Straßen kommt der Ford Edge gut voran. Bild: press-inform / Ford

  • Der Ford Edge wiegt rund zwei Tonnen. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge wiegt rund zwei Tonnen. Bild: press-inform / Ford

  • Hinten ist genug Platz. Bild: press-inform / Ford

    Hinten ist genug Platz. Bild: press-inform / Ford

  • Das Kofferraum-Volumen beträgt 602 - 1.847 Liter. Bild: press-inform / Ford

    Das Kofferraum-Volumen beträgt 602 - 1.847 Liter. Bild: press-inform / Ford

  • Der Durchschnittsverbrauch beläuft sich auf 5,9 Liter pro 100 Kilometer. Bild: press-inform / Ford

    Der Durchschnittsverbrauch beläuft sich auf 5,9 Liter pro 100 Kilometer. Bild: press-inform / Ford

  • Der Ford Edge ist in den USA bereits ein Jahr auf dem Markt. Bild: press-inform / Ford

    Der Ford Edge ist in den USA bereits ein Jahr auf dem Markt. Bild: press-inform / Ford

Ja, wir sind den Ford Edge tatsächlich gefahren. Nach unzähligen Messeauftritten hat es das SUV doch noch nach Europa geschafft. Angesichts dieser langen Spannungskurve sollte das Ergebnis überzeugen, sonst ist die Enttäuschung umso größer. Prinzipiell hat der Edge das Zeug zum Bestseller: Im vergangenen Jahr fanden weltweit 225.000 Exemplare des SUV einen Käufer. Nach wie vor boomt das SUV-Segment und da will Ford sein Stück vom lukrativen Kuchen abhaben. Die Wartezeit bis zum deutschen Marktstart begründet der Autobauer mit der Anpassung des Autos auf die europäischen Bedürfnisse. Da geht es in erster Linie um die Motoren und das Fahrwerk. Während bei den Amerikanern nur Benziner unter der Motorhaube wummern, knurren bei den europäischen Versionen zwei Vierzylinder-Diesel - entweder mit 132 kW / 180 PS oder mit 154 kW / 210 PS.

Wir haben uns für den kräftigeren der beiden Selbstzünder entschieden, der laut Ford die meisten Käufer finden wird. 210 PS für ein Zwei-Tonnen-Schiff - übermotorisiert ist anders. Aber der vitale Vierzylinder belehrt uns schnell eines Besseren: Dank des vernünftigen Drehmoments von 450 Newtonmetern tritt der Edge durchaus ambitioniert an. Das gut arbeitende Getrag-Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kaschiert dabei erfolgreich die Tatsache, dass das volle Drehmoment erst bei 2.000 Umdrehungen anliegt. In 9,4 Sekunden schafft der Wagen Landstraßen-Tempo und erst bei 211 km/h hört der gestreckte Galopp auf. Auf dem Papier liest sich das ganz ordentlich, aber auch Überholvorgänge in dem Bereich zwischen 70 und 120 km/h absolviert die Ford-Kante (dt. für Edge) ziemlich leichtfüßig. Der Norm-Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern pro 100 Kilometern beruhigt passionierte Spritsparer.

Dazu passt die elektromechanische Lenkung, die einen gelungenen Kompromiss aus sportlicher Direktheit und Rückmeldung über den Kontakt zwischen den Reifen und dem Asphalt liefert. Das Resultat ist eine Wendigkeit, die man dem 4,81 Meter langen Kreuzer nicht zugetraut hätte. Wenn es nach Backbord gehen soll, setzt die Steuerung die Richtungsänderung nach links getreu den Wünschen des Fahrers um. Fühlt sich gut an. Das auf europäische Verhältnisse angepasste Fahrwerk, das ohne adapative Dämpfer auskommen muss, ist kommod ausgelegt und bügelt auch nervige Querfugen weg. Und das trotz der 20-Zoll-Walzen, die für ausreichend Bodenkontakt sorgen. Das ist ein deutlicher Gegensatz zu dem straffen Habitus hiesiger Premium-SUVs aus München oder Zuffenhausen. Deswegen ist der Edge noch lange keine Schiffs-Schaukel, sondern geht auch schnell um die Ecken.

Platz-Meister

Der gefällige Crossover teilt sich die Technik weitgehend mit dem Mondeo. Deswegen gibt es auch zeitgemäße Assistenzsysteme, die den toten Winkel überwachen, die die Spur halten, beim Parken helfen und vor einem Auffahr-Unfall warnen. Letzteres geschieht aber ziemlich nervig mit einer Lichterkette bestehend aus roten Dioden, die sich in der Windschutzscheibe spiegelt. Das entspricht dem amerikanischen Geschmack, wo leicht nachzuvollziehende Lösungen gefragt sind. Angesichts dessen wundern wir uns über die überfrachteten Lenkrad-Hebel und die Tatsache, dass weder Apple CarPlay oder Android Auto im Ford Edge funktionieren. Das wird erst mit dem Infotainment-System Ford Sync 3 möglich sein, das mit der Vignale-Version im Spätherbst dieses Jahres eingeführt wird. Insgesamt kann das Infotainment-System nicht mit dem eines BMW X5 oder VW Touareg mithalten. Auch die Materialien sind nicht immer wertig. Vor allem bei der Mittelkonsole haben die Interieur-Designer zu tief in den Hartplastik-Koffer gegriffen.

Beim Platz spielt der Edge in der ersten Liga mit. Auf der Rückbank lässt es sich bequem reisen und der Kofferraum kann mit einem Volumen von 602 bis 1.847 Litern bei umgelegten Rücklehnen überzeugen. Zum Vergleich: Der VW Touareg bringt es auf 697 bis 1.642 Liter und der BMW X5 auf 650 bis 1870 Liter. Beim Preis hält sich der Ford Edge dann gegenüber den beiden Teutonen vornehm zurück: Die gefahrene Top-Version Sport kostet mindestens 52.550 Euro und bleibt damit unter dem Einstiegs-Touareg (53.700 Euro). Der BMW X5 25d mit Allradantrieb und der Achtgang-Automatik fängt bei 57.880 Euro an.