Vor drei Jahren hatte Ford mit seinem F-150 auf der NAIAS seinen großen Auftritt. Das meistverkaufte Auto auf dem amerikanischen Kontinent kam nicht nur mit komplett neuem Design, sondern auch erstmals mit gehärteter Aluminiumkarosserie und ein paar Zentnern weniger auf den speckigen Rippen. Zum Modelljahr 2018 gibt es eine Überarbeitung. Am Design hat sich nur wenig getan, doch ab Sommer kommt der Amerikaner mit Details wie Notbremsassistent, Abstandstempomat mit Staufunktion, Spurhalte- und Totwinkelassistent sowie weiteren technischen Finessen wie Start-Stopp-Automatik. Während sich die deutschen Hersteller mit ihren Dieselmotoren weitgehend aus den USA zurückgezogen haben, ist der F-150 erstmals mit einem drei Liter großen Commonrail-Diesel bekommen. Gerade die Verkaufserfolge der Diesel-Pick-Ups von General Motors und Dodge haben den Hersteller aus Dearborn, nur 20 Minuten südlich von Detroit, unter Druck gesetzt.

"Fahrer von Trucks (Pick Ups) schauen immer wieder, wie sie ihre Produktivität weiter verbessern können", sagt Joe Hinrichs, der Präsident von Ford USA, "seit 1977 sind wir Amerikas beliebtester Truck. Der neue F-150 ist der jüngste Versprechen für unsere Kunden bei Innovationen immer weiter zu gehen." Im abgelaufenen Jahr 2016 wurden von der Ford F-Serie mehr als 820.000 Fahrzeuge verkauft; mehr als doppelt so viele wie von der meistverkauften Limousine vom Typ Toyota Camry. Neben dem 2,7 Liter großen V6-Turbo als Basisbenziner gibt es zum Modelljahr 2018 einen 3,3 Liter großen V6-Motor mit 282 PS sowie als Topversion den bekannten Fünfliter-V8-Motor, der ebenso wie die anderen Triebwerke erstmals eine zehnstufige Getriebeautomatik gekoppelt ist. Die gleiche Automatik ist auch in dem neuen Dreiliter-Turbodiesel verbaut, der knapp 250 PS und 570 Nm maximales Drehmoment leistet. Im Herbst 2017 kommt der überarbeitete Ford F-150 in den USA auf den Markt. Eine Einführung in Europa ist anders beim erfolgreichen Mustang nicht geplant.