| von Wolfgang Gomoll

"Der Mint gehört in die Stadt"; sagt Genesis-Chef Manfred Fitzgerald. Was wäre ein besserer Ort, um die Vision eines rein elektrischen Stadtautos vorzustellen, als New York, im Rahmen der dortigen Messe. Schließlich ist die Ostküsten-Metropole für Ihre Staus und den hektischen Verkehr bekannt und berüchtigt. Die zweisitzige Studie soll dabei eine Rückzugsoase bilden, mit der man aber auch sportlich unterwegs sein kann, wenn es denn möglich ist. Den dynamischen Anspruch des Konzeptautos erkennt man an den kurzen Überhängen und den großen Reifen, die die Radkästen ausfüllen. Das Design mit seinem abfallenden Dach und der markanten Kante in der Flanke ist ein Resultat der Zusammenarbeit der drei Designstandorte in Deutschland, den USA und Südkorea.

"Das Mint-Konzept trennt die physischen Abmessungen des Fahrzeugs von seiner Positionierung als Premium-Produkt, das das Stadtauto bis heute prägt", sagte Hyundai-Chef-Designer Luc Donckerwolke. Die Studie ist mehr Design-Vorbote denn Technologieträger, so erklärt sich auch das generelle Motiv der "sportlichen Seite der athletischen Eleganz".

Das Interieur soll Rückzugsraum, Wohlfühloase und Kommandozentrale in einem sein. Deswegen ist das Cockpit auch möglichst weit entschlackt. Nur die nötigsten Funktionen, wie Telefonieren, Navigation und das Bedienen der Menüs des Monitors sind mit sechs in Kupfer gefassten runden kleinen Bildschirmen, links und rechts neben dem Volant, dargestellt. Der Hauptbildschirm befindet sich im Zentrum des Lenkrads, sodass der Fahrer möglichst wenig abgelenkt wird. Das Interieur ist mit cognacfarbenem Leder sowie feinen Textilen ausstaffiert und bietet Platz für zwei Personen.

Rund 320 Kilometer Reichweite

Die Mittelkonsole mit dem Automatikhebel kann zusammengeklappt und in die vordere Sitzbank integriert werden, die so zu einem Sofa wird. Die schwenkbaren Sitzgelegenheiten erleichtern das Ein-und Aussteigen. Jeder Zentimeter des Mint Concept wird genutzt. Eine Ladestation ist ebenso vorhanden wie ein Abteil hinter den Sitzen, in dem die Utensilien der Passagiere untergebracht werden können. Damit das Beladen leichter fällt, lassen sich die beiden hinteren Flügeltüren nach oben schwenken.

Überall im und am Auto findet sich ein Muster, das Genesis "G-Pattern Matrix" nennt. Wie ein Netz durchzieht die metallische Struktur den Innenraum, das Armaturenbrett inklusive der Applikationen und sogar die Pedale. Auch an den Felgen und am Unterboden ist das Muster erkennbar. Die Reichweite des Stadtautos ist mit rund 320 Kilometern erwartungsgemäß überschaubar, aber passend zum Einsatzzweck und Agilitätsanspruch des Fahrzeugs. Die Batterien befinden sich im Unterboden und können per 350 kW-Schnelladestation gefüllt werden.

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