| von Wolfgang Gomoll

Eigentlich ist so ein Wort, dass in der aktuellen Zeit häufig gebraucht wird. Eigentlich hätte die Modellpflege des Hyundai Santa Fe auf dem Genfer Salon im März stehen sollen. Doch die COVID-19-Pandemie hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dabei bietet das koreanische SUV einiges Erwähnenswertes: Unter anderem basiert der überarbeitete Santa Fe auf einer neuen Plattform. Für eine Modellpflege ist das eine einschneidende Maßnahme. Schon die Front mit dem größeren dreidimensionalen Kühlergrill untermauert den ambitionierten Auftritt des aufgepeppten Crossovers. Schließlich gehört der Santa Fe hierzulande zu den bestverkauften Modellen des koreanischen Autobauers und hat sich seit dem ersten Auftritt im Jahr 2000 ganz schön gemausert. Auffällig ist vor allem das T-förmige Tagfahrlicht, das sich jeweils von den oberen LED-Scheinwerfern zwischen den Doppel-Scheinwerfern seinen Weg nach unten bahnt. Auf alle Fälle eine interessante Designidee.

Neben dem wuchtigeren Auftritt wird der Hyundai Santa Fe, der im Herbst beim Händler stehen soll, auch einiges an zeitgemäßer Technik bekommen. Die technologische Konkurrenzfähigkeit dürfte der Grund für den Plattformwechsel sein und wenn man einen Blick auf den Kia Sorento wirft, der sich mit dem Santa Fe die Architektur teilt, lassen sich schon einige Details sehr gut einschätzen. Zum Beispiel, dass der Hyundai zwei elektrifizierte Antriebsstränge bekommt.

Die Systemleistung beträgt 230 PS

Der Mildhybrid besteht aus einem 1,6 Liter großen Turbobenziner sowie einer 44 kW / 60 PS starken Elektromaschine, die sich im Gehäuse der Sechsgang-Automatik befindet und es auf eine Systemleistung von 169 kW / 230 PS bringt. Das maximale Drehmoment beträgt 350 Newtonmeter. Als Energiequelle dient eine 1,49 kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Dass damit keine großen rein elektrischen Sprünge möglich sind, liegt auf der Hand. Ebenso, dass die zweite Elektro-Variante ein Plug-in-Hybrid sein wird.

Wenn man sich an die Praxis der kostensparenden Gleichteilestrategie orientiert, dürfte bei den Antriebskomponenten kein großer Unterschied zu denen der MHEV-Version zu erwarten sein. Lediglich die Leistung wird des PHEV Santa Fe höher ausfallen und die Batterie eine größere Kapazität haben. Um eine rein elektrische Reichweite von gut 50 Kilometern zu erreichen, gehen wir von 13 bis 14 Kilowattstunden-Akkus aus.

Beim Plug-in-Hybriden rechnen wir außerdem mit einer Allradvariante. Der PHEV-Santa-Fe soll erst Anfang nächsten Jahres erscheinen. Das Antriebstrio wird von einem überarbeiteten 2,2-Liter-Diesel vervollständigt. Der Selbstzünder leistet 149 kW / 202 PS, hat ein maximales Drehmoment von 440 Nm und wird mit einem neuentwickelten Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt.

Im Gegensatz zum Diesel, der auf 20-Zoll-Rädern steht, müssen die elektrifizierten Varianten mit 19 Zoll großen Rädern vorliebnehmen. Ein anderer Aspekt der neuen Plattform sind die verbesserten Assistenzsysteme – zu denen ein kamerabasierter Tote-Winkel-Assistent zählt. Ein Blick nach Korea und auf das US-Modelle des Hyundai Palisade zeigt, dass der Santa Fe mit verbesserten autonomen Fahrfunktionen als bisher ausgestattet sein wird.

Das Ambiente ist modern

Auch im Innenraum tut sich einiges: Der zentrale Touchscreen ist nunmehr 12,3 Zoll groß und die virtuelle Cockpitanzeige bringt es auf 10,25 Zoll. Neben dem Head-Up-Display wird die Konnektivität mittels Apple Car Play und Android Auto hergestellt, was bei der Konkurrenz schon gang und gäbe ist.

Beim Blick in den Innenraum fällt auf, dass die Bedienelemente hauptsächlich auf die breite Mittelkonsole konzentriert sind. Insgesamt wirkt das Ambiente moderner als zuletzt. Interessant ist noch der Gangknüppel der Automatik, der auf eine Shift-by-Wire-Übertragung des Fahrstufenbefehls schließen lässt.