So ganz hat man sich an das neue Hyundai-Gesicht noch nicht gewöhnt. Die tief liegenden LED-Augen und die deutlich darüber abgesetzten Tagfahrlichter geben auch dem Santa Fe einen leichten Silberblick. Ansonsten bietet der Hyundai Santa Fe volumentaugliche Proportionen bei leicht gewachsenen Abmessungen. Der 4,77 Meter lange Mittelklasse-SUV ist für die Koreaner weltweit ein überaus wichtiges Auto. In Europa ist der fünf- bis siebensitzige SUV zudem das Aushängeschild der Marke, da die große Grandeur-Limousine als Konkurrent von 5er BMW oder Mercedes E-Klasse fehlt und auch über den Startzeitpunkt der hauseigenen Edelmarke Genesis noch nicht entschieden ist. Von den bisher 1,5 Millionen verkauften Hyundai-SUV in Europa waren 400.000 Santa Fe. Die kommende Generation vier sollte daher ebenfalls sitzen.

Das Modellprogramm des Karosseriesolitärs umfasst neben einem unbedeutenden 185-PS-Benziner zum Start drei Vierzylinderdiesel mit 2,0 und 2,2 Litern Hubraum, die 150, 182 und 197 PS sowie 397 bzw. 436 Nm maximales Drehmoment leisten. Am Steuer des Zweiliterdiesels als erwartetes Volumenmodell mit 134 kW / 182 PS wird auch auf der Autobahn bei niedrigem Geräuschniveau lässig gecruist, denn wirklich kraftvoll und dynamisch fährt sich der Motor nicht. Gerade bei niedrigen oder höheren Drehzahlen zeigt sich der Commonrail-Diesel etwas blutleer und sehnt sich danach wieder ins Wohlfühlfenster zu rutschen, wo er sich ausgewogen zeigt. 0 auf Tempo 100 schafft der Santa Fe 2.0 Diesel in zehn Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwas dünnen 201 km/h. Der Normverbrauch dürfte bei rund sechs Litern Diesel auf 100 Kilometern liegen.

Von den vier Fahrprogrammen bietet sich insbesondere der Sportmodus an; die drei anderen machen den Koreaner schwammig und träge. Hier zeigt sich ein klarer Fokus des Santa Fe, der unverändert gerade in den USA und Asien als 4x4-Familienkombi Kunden mit Platzgelüsten locken soll. Der mittlere Diesel-Santa-Fe wird anders als die anderen beiden Selbstzünder sinnvollerweise nur als Allradversion mit dezent im Hintergrund arbeitender Achtgangautomatik angeboten. Je nach Fahrprogramm und Untergrund werden zwischen 0 und 50 Prozent der Motorleistung an die Hinterachse übertragen, während die Vorderachse als Hauptantriebsachse immer mit Kraftfluss versorgt wird.

Es ist derzeit noch nicht entschieden, ob der Hyundai Santa Fe auch in Zentraleuropa als Siebensitzer angeboten wird. Vermissen würde den Siebensitzer niemand, denn in der dritten Reihe könnten allenfalls kleine Kinder eine kaum artgerechte Zuflucht finden. Das Ladevolumen vergrößerte sich im Vergleich zum Vorgänger um 40 auf 625 Liter. Praktisch: der ebene Ladeboden und die elektrisch bedienbare Heckklappe. Im Innenraum gibt es vorne wie im Fond ein gutes Platzangebot mit bequemen Stühlen, die vorne elektrisch verstellbar und klimatisierbar sind. Die Bedienung der Fahrzeugfunktionen erfolgt problemlos über gut ablesbare Schalter oder den acht Zoll großen Multifunktionsbildschirm mit Navigationseinheit. Nachgelegt hat der vierte Sante Fe bei den Sicherheitssystemen, denn je nach Modell sind Notbremsassistent mit Fußgängererkennung sowie Spurhalte- oder Totwinkelwarner, LED-Scheinwerfer und ein System, das den Fahrer warnt, wenn Insassen bei Verkehr die hinteren Türen öffnen wollen, verfügbar. Die Preisen stehen aktuell noch nicht fest. Aktuell beginnt der größere Hyundai Grand Santa Fe mit seinem 200 PS starken Dieselmotor bei rund 48.000 Euro.