• Mazda 6 Kombi, Bild: Mazda / press-inform

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  • Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

    Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

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    Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

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    Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

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    Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

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    Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

  • Vergleich VW Golf Variant - Mazda 6 Kombi

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  • VW Golf Variant 2.0 TDI 4motion. Bild: VW / press-inform

    VW Golf Variant 2.0 TDI 4motion. Bild: VW / press-inform

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Die herkömmlichen Fahrzeugklassen sind längst keine feste Größe mehr. An sich ist der Volkswagen Golf in der Kompaktklasse unterwegs. Doch die Kombiversion Variant hat sich durch Preisgestaltung wie Platzangebot längst eine Klasse weiter nach oben gearbeitet und tritt mit einer Länge von 4,56 Metern gegen die internationale Mittelklasse an – auch, wenn die offiziell erst oberhalb von 4,70 Metern beginnt.

Es überrascht, wie eng der VW Golf Variant und der Mazda6 Kombi beieinanderliegen. Jeder der beiden verfügt über einen 150 PS starken Commonrail-Diesel, über Handschaltung und ein üppiges Platzangebot für Mensch und Gepäck. Auch preislich wird gekuschelt. Kostet ein mäßig ausgestatteter Golf Variant 2.0 TDI mindestens 28.250 Euro, so geht es bei dem kaum besser ausstaffierten Basismodell der Japaner mit 28.490 Euro los. Preisfrage: Ist der Kombi-Golf nun unglaublich teuer? Oder ist der Mazda6 Kombi Skyactiv D-150 ein echtes Schnäppchen? Auch wer die höheren Ausstattungsvarianten ordert oder zu den Einzeloptionen greift, der sieht zwei Konkurrenten, die überraschend eng beieinander sind. Als Topausstattungen liegen beide zwischen 35.000 und 40.000 Euro.

Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den beiden liegen im Emotionalen. Der Golf weckt weder beim ersten noch beim zweiten Hinsehen große Begeisterung. Ein Vernunftauto eben. Deswegen wird er gekauft. Der Golf ist bei gleicher Höhe gut 20 Zentimeter kürzer als der Mazda, vier Zentimeter fehlen an der Breite. Das lässt den Wolfsburger deutlich massiver wirken. Mehr Brocken, mehr stämmig, weniger Raffinesse in der Linienführung. Der Mazda6 dagegen ist auch als Kombi ein Wohlfühlauto. Eines, das man gerne ansieht. Bei dem es Spaß macht, dem Spiel von Licht und Schatten zu folgen, das Mazdas Kodo-Design auf die Karosserie zaubert. Geschmeidiger, gespannter, sportlich gestreckter als der Golf.

Nach der idealen Kombination aus Effizienz und Dynamik muss man beim VW Golf Variant nicht lange suchen. Wenn es ein sparsamer Diesel sein soll, dann kommt man um den 150 PS starken Zweiliter-TDI nicht herum. Und wer fit für schlechtes Wetter und alle Jahreszeiten sein will, der greift am besten gleich zur 4motion-Allradversion. Allrad würde auch dem  Mazda6 Kombi gut stehen, doch die Japaner bieten den schicken Familienkombi nur mit Vorderradantrieb an. Zwar bleibt der Mazda immer gut beherrschbar, und auch auf nasser Fahrbahn drehen die vorderen Räder selbst bei forschem Beschleunigen nicht durch – aber zumindest als Option wäre 4×4 praktisch.

Mit über 1,6 Tonnen ist der VW Golf Variant 2.0 TDI 4Motion kein Leichtgewicht. Und da sollte es nicht weniger als der 150 PS starke Diesel sein, der mit 340 Nm Drehmoment ab 1.750 U/min nach einem kleinen Turboloch munter seine Bahnen zieht. Die Fahrleistungen sind für einen Familienkombi allemal beeindruckend. So schafft der Allradler den Spurt von 0 auf Tempo 100 in munteren 8,9 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei beachtlichen 214 km/h. Das Geräuschniveau bei hohen Geschwindigkeiten ist angenehm gering. Leider gilt das nur eingeschränkt für den Verbrauch, denn von den in Aussicht gestellten 4,8 Litern Diesel ist im Alltagsbetrieb wenig zu spüren. Unter 6,5 Liter ist kaum etwas zu machen, und wer auf längeren Strecken und in der Stadt unterwegs ist, der hat Schwierigkeiten unter der Sieben-Liter-Marke zu reisen.

Der Mazda steht da nicht hintan. Sein 2,2 Liter großer Vierzylinderdiesel ist laufruhiger und weicher als der des VW. Er leistet ebenfalls 110 kW/150 PS bei einem deutlich höheren maximalen Drehmoment von 380 Nm ab 2.000 U/min. Doch nicht nur subjektiv ist der ebenfalls knapp 1,6 Tonnen schwere Fronttriebler etwas träger als der VW Golf Variant. So braucht er für den Spurt auf Tempo 100 mit 9,2 Sekunden zwei Wimpernschläge länger und tut sich schwer, die Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h zu erreichen. Vor allem gen Schluss der Skala und im sechsten Gang mag der Japaner nicht mehr so richtig. Auch beim Mazda6 geht es innen angenehm ruhig zu: Der Motor bleibt akustisch im Hintergrund, Wind- oder Abrollgeräusche ebenso. Ein Punkt mehr, der ihn auch zu einem angenehmen Gefährten für lange Strecken macht. Beim Verbrauch schneidet er besser ab, als der Golf. Offiziell reichen ihm 4,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Real kommt man durchaus mit einer Fünf vor dem Komma aus, wenn man normal unterwegs ist und nicht zu oft ausprobiert, ob es nicht doch ein bisschen schneller geht als 210. Mit einer Tankfüllung kommt der Mazda so bis zu 1.300 Kilometer weit.

Bei einem Kombi geht es vor allem um Alltagsnutzen, niedrige Unterhalskosten und einen Laderaum, der alle Möglichkeiten lässt. Angesichts der Länge von 4,56 Metern ist das Kofferraumvolumen des VW Golf Variant geradezu gigantisch. Die so schon eindrucksvollen 605 Liter lassen sich durch Umlegen der geteilten Rückbank auf 1.620 Liter erweitern. Die Heckklappe öffnet beim Wolfsburger auf Wunsch elektrisch. Das würde man sich auch vom Heckabteil des Mazda6 Kombi wünschen – der Entriegelungsknopf zieht Dreck nahezu magisch an. Angenehm: Die niedrige Ladekante hat bei schweren Gegenständen ihre Vorteile. Obwohl der Mazda deutlich länger als der VW Golf ist, reicht es beim Ladevolumen nur für Platz zwei. Im Normalzustand fasst der Laderaum aufgrund des eingezogenen Daches nur 522 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es 1.664 Liter. Unterm Strich: Ausreichend Stauraum bieten beide, auch wenn sich der Golf letztlich die Ladewertung holt.

Schaut man sich das Innere der beiden Familienkombis an, so zeigt sich ein verdrehtes Bild. Der klassentiefere VW Golf Variant scheint eine Liga höher unterwegs zu sein. Bedienelemente, Schalter und Anzeigen klopfen an die Tür zur Premiumliga. Auf Wunsch ist der VW Golf Variant sogar mit einem Massagesitz zu bekommen. Da kann der Mazda6 nicht mithalten – obwohl auch er alles andere als eine Enttäuschung ist. Das emotionale Design außen findet innen keine Entsprechung. Zwar ist alles da und am richtigen Platz, überschaubar, logisch und leicht zu bedienen. Aber es ist auch – nun ja: biederes Allerweltsdesign. Die Materialien wirken anders als im Golf nicht sonderlich edel. Viel Plastik und Oberflächen, wie man sie schon dutzendfach gesehen hat. Da könnte der Mazda6 ein bisschen Kodo gut vertragen. Immerhin: Vier Passagiere finden bequem Platz und sollten sich auch auf längeren Strecken wohlfühlen.

Das gilt für beide Modelle. Der Sechser glänzt mit dem Mazda-typisch guten Fahrwerk, tendenziell eher straff abgestimmt als zu weich. Wer mit dem Mazda um die Kurven hetzt, ist fehl am Platz: Kommod flottes und entspanntes Gleiten ist eher sein Ding. Beim VW Golf Variant hat der Fahrer optional die Möglichkeit, die Abstimmung in drei Modi zu verändern. Klappt prima, muss aber bei einem Familienkombi nun wirklich nicht sein. Für den nötigen Komfort sorgen beim Golf wie beim Mazda diverse Assistenzsysteme. Die Auswahl ist beim Golf zwar größer – aber auch der Mazda6 lässt sich mit allem ordern, was wirklich wichtig ist: Abstandsregelsystem und Notbremsassistent, Spurhalte-, Spurwechsel oder Fernlichtassistent, Kurvenlicht und Rückfahrkamera – alles machbar. Der Golf allerdings legt noch ein paar Schippen drauf – nicht nur mit dem optionalen Massagesitz.

Seinen Premium-Anspruch macht der Golf auch über den Preis deutlich: Mindestens 29.725 Euro wollen die Wolfsburger für ihren 150 PS starken Diesel-Kombi haben. Und nach oben hin sorgt die lange Zubehörliste für reichlich Potenzial. Er gewinnt den Vergleich, wenn der Kopf entscheidet. Der Mazda6 Kombi dagegen ist in der dieselnden 150-PS-Version bereits ab 28.490 Euro zu haben. Auch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange – aber schon die deutlich kürzere Aufpreisliste sorgt dafür, dass es noch im Rahmen bleibt. Wer Kopf oder Herz entscheiden lässt, dürfte eher dem Japaner eine Chance geben.

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Jürgen Wolff / Stefan Grundhoff, press-inform