• Die des Mercedes Concept X-Class schaut sehr grimmig drein. Bild: press-inform / Mercedes

    Die des Mercedes Concept X-Class schaut sehr grimmig drein. Bild: press-inform / Mercedes

  • Ob das Heck so kommen wird, steht noch in den Sternen. Bild: press-inform / Mercedes

    Ob das Heck so kommen wird, steht noch in den Sternen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Das Interieur nimmt Anleihen von der C- und der V-Klasse. Bild: press-inform / Mercedes

    Das Interieur nimmt Anleihen von der C- und der V-Klasse. Bild: press-inform / Mercedes

  • Der Nissan Navara ist der technische Bruder des Mercedes Pickups. Bild: press-inform / Sommer

    Der Nissan Navara ist der technische Bruder des Mercedes Pickups. Bild: press-inform / Sommer

  • Individualisierungen sind möglich: von Lifestyle-Laster bis harter Hund mit Stollenreifen. Bild: press-inform / Mercedes

    Individualisierungen sind möglich: von Lifestyle-Laster bis harter Hund mit Stollenreifen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Das Mercedes Concept X-Class ist etwa 5,35 Meter lang. Bild: press-inform / Mercedes

    Das Mercedes Concept X-Class ist etwa 5,35 Meter lang. Bild: press-inform / Mercedes

  • Den Mercedes Pickup wird es nur mit Double Cab geben. Bild: press-inform / Mercedes

    Den Mercedes Pickup wird es nur mit Double Cab geben. Bild: press-inform / Mercedes

  • Ende 2017 soll der Pickup auf den Markt kommen. Bild: press-inform / Mercedes

    Ende 2017 soll der Pickup auf den Markt kommen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Die Top-Version bekommt einen V6-Diesel von Mercedes und permanenten Allradantrieb. Bild: press-inform / Mercedes

    Die Top-Version bekommt einen V6-Diesel von Mercedes und permanenten Allradantrieb. Bild: press-inform / Mercedes

  • Die Vierzylinder-Diesel kommen von Renault/Nissan. Alternativ mit zuschaltbaren Allradantrieb oder reinen Hinterradantrieb. Bild: press-inform / Mercedes

    Die Vierzylinder-Diesel kommen von Renault/Nissan. Alternativ mit zuschaltbaren Allradantrieb oder reinen Hinterradantrieb. Bild: press-inform / Mercedes

  • Das Interieur soll Komfort bieten. Bild: press-inform / Mercedes

    Das Interieur soll Komfort bieten. Bild: press-inform / Mercedes

  • Die Sitze sind sehr bequem. Bild: press-inform / Mercedes

    Die Sitze sind sehr bequem. Bild: press-inform / Mercedes

  • Wenn es sein muss, ist auch ein Feuerlöscher an Bord. Bild: press-inform / Mercedes

    Wenn es sein muss, ist auch ein Feuerlöscher an Bord. Bild: press-inform / Mercedes

  • Der Mercedes Pickup soll viele Assistenzsysteme bekommen. Bild: press-inform / Mercedes

    Der Mercedes Pickup soll viele Assistenzsysteme bekommen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Eine knackige AMG-Version ist sicher auch im Bereich des Möglichen. Bild: press-inform / Mercedes

    Eine knackige AMG-Version ist sicher auch im Bereich des Möglichen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Momentan ist kein Plug-in-Hybrid geplant. Bild: press-inform / Mercedes

    Momentan ist kein Plug-in-Hybrid geplant. Bild: press-inform / Mercedes

  • Der Mercedes Pickup wird nicht in den USA erscheinen. Bild: press-inform / Mercedes

    Der Mercedes Pickup wird nicht in den USA erscheinen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Auch ein kräftiger Benziner ist aktuell nicht vorgesehen. Bild: press-inform / Mercedes

    Auch ein kräftiger Benziner ist aktuell nicht vorgesehen. Bild: press-inform / Mercedes

  • Der Mercedes Pickup wird in Cordoba (Argentinien) und Barcelona produziert. Bild: press-inform / Mercedes

    Der Mercedes Pickup wird in Cordoba (Argentinien) und Barcelona produziert. Bild: press-inform / Mercedes

  • Kräftiger Bursche: Nutzlast 1,2 Tonnen und Zugkraft 3,5 Tonnen. Bild: press-inform / Mercedes

    Kräftiger Bursche: Nutzlast 1,2 Tonnen und Zugkraft 3,5 Tonnen. Bild: press-inform / Mercedes

Mercedes und Pickup? Noch vor wenigen Jahren hätten sich die Sternenkrieger zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Flensburg vor Lachen die Bäuche gehalten. Zu hemdsärmelig das Image der Pritschenwagen, so gar nicht premium. Aber auch im sonst so wertebewussten Ländle agiert man nach dem Motto: "Was interessiert mein Geschwätz von gestern". Vor allem wenn das Segment der sogenannten Midsize-Pickups in den nächsten Jahren kräftige Zuwächse verspricht. Nach Mercedes-Schätzungen werden 2026 jährlich 2,2 Millionen solcher Fahrzeuge verkauft werden. Also wird es auch von Mercedes einen Pritschenwagen geben, der im Revier von VW Amarok, Nissan Navara oder Mitsubishi L200 wildert. Mit Leiterrahmen und allem Drum und Dran. Bei allem Premium-Anspruch will Mercedes auch zeigen, dass der Neue auch kräftig anpacken kann: vier Kubikmeter Feuerholz, 1.400 Porterhouse Steaks und 60 Bierkästen passen auf die Pritsche des rund 5,35 Meter langen Arbeitstiers. "Bei mir sind es Schnitzel" lacht Klaus Benzinger. In Zahlen: Nutzlast 1,2 Tonnen und Zugkraft 3,5 Tonnen.

 

Wenn es um Leiterrahmen geht, ist das Sortiment bei der Sternenmarke ziemlich überschaubar. Also musste man sich umschauen und wurde beim Kooperationspartner Renault/Nissan fündig, der Pickups, wie den Nissan Titan und Nissan Navara im Portfolio hat. Letzterer passt perfekt in die Mercedes-Pläne. Der Midsize-Pickup mit dem Stern soll ab Ende 2017 für möglichst satte Gewinne abwerfen. Aber die Schwaben wollen sich so gut es geht vom gemeinen Nutzlaster abgrenzen und die Premium-Note in die Blaumann-Klasse bringen. "Wir sind der Hersteller, der am besten dafür geeignet ist, den Pickup salonfähig zu machen", sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche, der sich extra in Jeans inklusive Converse Sneaker geworfen hat und es sich nicht nehmen ließ, den Neuling selbst mit einer gehörigen Portion Karacho auf die Bühne zu fahren. Deswegen soll die X-Klasse den Komfort eines Pkws mit dem eines Pickups verbinden. Also gibt es eine breitere Spur, Schraubenfedern mit einem langen Federweg und eine Fünflenker-Hinterachse. "Die stammt von Mercedes", versichert der strategische Projektleiter Dr. Klaus-Jürgen Benzinger geflissentlich. Schließlich soll es kein zweites Citan-Desaster geben. Denn der Mercedes-Van hat unübersehbare Ähnlichkeiten mit dem billigeren Technikbruder Renault Kangoo und fiel beim Crashtest durch. Also achtet man in Stuttgart-Untertürkheim penibel darauf, dass man sich deutlich von dem Modell des französisch-japanischen Partner abhebt. Zum Beispiel gibt es die X-Klasse zunächst nur mit einer sogenannten Double-Cab also einer besonders großen Fahrgastzelle mit geräumigen Fond, der Pkw-ähnlichen Luxus bietet. "Mittlerweile kann man mit einem Pickup sogar zu Oper fahren", sagt Marion Friese, Leiterin Mercedes Marketing Vans.

Auch die Individualisierung wird bei den zukünftigen Mode-Fahrzeugen großgeschrieben: Vom harten Hund mit groben Stollenreifen bis hin zum schicken Flaniermeilen-Gleiter mit glänzenden Alufelgen, ist alles möglich. Damit sich die lifestylige Zielgruppe auch wohlfühlt, wird der Pickup das Interieur und viele der Assistenzsysteme der C- und V-Klasse bekommen. Leder? Selbstverständlich. Bei der Antriebstechnik achten die Ingenieure penibel auf Unterscheidungsmerkmale, können sich aber dem Synergiezwang nicht ganz entziehen. Deswegen hat der Käufer einige Optionen: die Topversion hat einen Sechszylinder-Diesel mit permanenten Allradantrieb inklusive sperrbares Zentraldifferential. An der Hinterachse sorgt ein zweites Sperrdifferential für die Kraftverteilung, garniert ist das Ganze noch mit einer Untersetzung. "Das ist alles Mercedes", strahlt Klaus Benzinger. Allerdings kommt nicht der neue Reihensechszylinder zum Einsatz, sondern der klassische V6-Selbstzünder, der auch in der G-Klasse seinen Dienst tut. Bei den Vierzylinder-Getriebekombinationen schaut die Sache etwas anders aus. Die liefert Renault/Nissan und da wird es den Pickup auch mit zuschaltbaren Allradantrieb oder Heckantrieb geben. Ein Benziner steht momentan nicht im Programm, deswegen erscheint es nur logisch, dass es den Pickup vorerst nicht in den USA geben wird. Die Zielmärkte sind Europa, Russland, Lateinamerika, Australien und Südafrika. Eine Elektrifizierung mit einem Plug-in-Hybriden wollen die Sternen-Strategen nicht gänzlich ausschließen. "Wir beobachten den Markt", sagt Marion Friese.