• Flott unterwegs beim Absatz: Vom Countryman sollen auch 2014 wieder mehr als 100.000 Einheiten verkauft werden. Dabei helfen soll das Facelift...

    Flott unterwegs beim Absatz: Vom Countryman sollen auch 2014 wieder mehr als 100.000 Einheiten verkauft werden. Dabei helfen soll das Facelift...

  • ..die Neuerungen fallen aber so dezent aus, dass man sie bei Sonnenuntergang kaum erkennt.

    ..die Neuerungen fallen aber so dezent aus, dass man sie bei Sonnenuntergang kaum erkennt.

  • Wobei die Scheinwerfereinfassung \"Piano black\" schon edel ausschaut.

    Wobei die Scheinwerfereinfassung \"Piano black\" schon edel ausschaut.

  • Auch unter der Haube gab es Feintuning: Das Motorenangebot bleibt bei Countryman und Paceman unverändert. Dem Cooper S hat man aber 5 KW mehr spendiert, zudem entsprechen alle Motoren der EU 6-Norm.

    Auch unter der Haube gab es Feintuning: Das Motorenangebot bleibt bei Countryman und Paceman unverändert. Dem Cooper S hat man aber 5 KW mehr spendiert, zudem entsprechen alle Motoren der EU 6-Norm.

  • Topmodell ist der John Cooper Works, hier der Paceman.

    Topmodell ist der John Cooper Works, hier der Paceman.

  • Dem Paceman gönnte MINI ein paar hübsche optische Details, wie etwa die chiliroten Blades im Grill.

    Dem Paceman gönnte MINI ein paar hübsche optische Details, wie etwa die chiliroten Blades im Grill.

  • Haben sich innerhalb kurzer Zeit und gegen die Anfangskritik zum Topseller für die Kultmarke von BME entwickelt: Countryman und Paceman im aufgefrischten Look.

    Haben sich innerhalb kurzer Zeit und gegen die Anfangskritik zum Topseller für die Kultmarke von BME entwickelt: Countryman und Paceman im aufgefrischten Look.

Die Auffrischung, die dem – na, ja – Kompakt-SUV aus dem Hause MINI die zweite Luft im Verkauf bringen soll, ist etwas für Freunde des Details. Wer das Auto nicht kennt, wird sich schwer tun, überhaupt Unterschiede zum 2010 an den Verkaufsstart gekommenen Maxi-Version des MINI und seines Ablegers Paceman zu erkennen, der seit Ende 2012 die Modellfamilie bereichert. Und so wird dann bei der Beschreibung der Neuerungen tief in die chi-chi-Kiste gegriffen: da werden dann in branchenüblicher Marketing-Euphorie die neuen Farben “Jungle green metallic” oder “Midnight Grey” besungen und wie diese doch die Scheinwerfereinfassungen in “Piano black” so hübsch pointieren. Und ganz fein auch die chiliroten Blades, die es allerdings nur beim Paceman John Cooper Works gibt. Immerhin: Über diese und weitere Verfeinerungen im Detail hat man die Modelle nicht nur herausgeputzt, sondern auch die Aerodynamik verbessert und etwas Gewicht eingespart.


Auch unter der Haube findet die Verbesserung im Detail statt. Unverändert sind für den Countryman drei Diesel und zwei Benziner im Angebot, für den Paceman zwei Benziner und zwei Diesel. Dem Topmodell unter den Benzinern, dem Cooper S, spendiert der Hersteller 5 KW/7PS mehr, damit stehen nun 140 KW (190 PS) zur Verfügung. Soweit nichts Neues unter der Haube, aber: MINI hat die Motoren so optimiert, dass nun alle Modelle die EU6-Anforderungen erfüllen. Sparsamstes Modell ist der kleinere der beiden Diesel, der in Kombination mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe nun 4,2 statt wie bisher 4,4 Liter Kraftstoff benötigt (CO2-Ausstoß: 111 g/km)l. Bis auf die Variante One lassen sich sämtliche Motoren mit Allradtechnik (Aufpreis: 1.750 Euro beziehungsweise 1.700 für Paceman) kombinieren, beim John Cooper Works ist diese serienmäßig an Bord.

Erfolg des Countryman überrascht auch hausintern

Bei der Marke ist man zuversichtlich, mit diesen Maßnahmen den Absatzerfolg des Countryman – der Paceman spielt mit Blick auf das Volumen nur eine untergeordnete Rolle – fortsetzen kann. Dieser Verkaufserfolg kam durchaus überraschend, auch bei BMW selbst gab es erhebliche Vorbehalte gegen den Maxi unter den MINIs, als dieser 2010 an den Verkaufsstart rollte. Ob ein über vier Meter langes Modell den Namen des Kult-Modells mit britischen Wurzeln überhaupt noch zurecht trage, lautete eine der meist gestellten Fragen. Zahlreiche Autoexperten schickten ihre Sichtweise gleich hinterher und prophezeiten für das wie der Paceman bei Magna in Graz gefertigte Modell einen kompletten Flop.

Die Antwort haben inzwischen die Käufer gegeben. 2013 wurden vom Countryman über 100.000 Einheiten verkauft, auch in diesem Jahr erwarte man einen Absatz von “deutlich über” 100.000 Fahrzeugen, so ein Unternehmenssprecher. Damit ist der Countryman hinter dem Hatch das zweitwichtigste MINI-Modell weltweit. In Deutschland liegt das Verhältnis beim Absatz bei etwa 45:25 Prozent pro MINI Hatch, der Countryman reussiert aber global vor allem in wichtigen Wachstumsmärkten wie Indien, Russland und China.

Angesichts der Bedeutung, die der Countryman innerhalb der Modellfamilie inzwischen erlangt hat, dürfte es keine Frage sein, dass es einen Nachfolger geben wird. Die Entscheidung ist zwar noch nicht gefallen und derzeit arbeitet man bei BMW intensiv an einer Zukunfts-Strategie für MINI. Wie ein BMW-Verantwortlicher sagte, wäre es aber “überraschend”, würde MINI angesichts der starken Performance des Countrymann diesen 2017 auslaufen lassen und damit das global am stärksten wachsenden Segment der kompakten SUV wieder räumen.

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Frank Volk