Unter dem Kürzel OPC legt Opel die jeweils sportlichste Version seiner Modellreihen auf – jetzt kommt der Corsa aus der Rüsselsheimer Muckibude.

Die Jagdsaison ist eröffnet. Opel hat zum noch frischen Corsa jetzt die OPC-Version nachgereicht. Der kleine Flitzer soll auf Kundenfang gehen im Revier von Ford Fiesta ST, VW Polo GTI, Seat Ibiza Cupra oder Mini Cooper S. In den bisherigen Versionen ist das dem Rüsselsheimer, der in Eisenach vom Band läuft, ganz gut gelungen: Rund 23.000 Stück wurden allein vom Vorgängermodell verkauft – mehr als von jeder anderen OPC-Modellversion.

Kürzere Schaltwege

OPC steht für “Opel Performance Company”. Und Performance liefert auch der neue Corsa OPC reichlich. Das fängt bei der Optik an: Erkennbar sportlich, aber nicht fuchsschwanz-prollig. Von vorne ist der fixe Corsa zum einen an den größeren Lufteinlässen erkennbar, vor allem aber an der schmalen Hutze, die in der Motorhaube zwischen den Scheinwerfern verläuft. Die Seiten sind relativ unspektakulär gezeichnet: Keine dick ausgestellten Radhäuser, keine breiten Schweller-Balken unter den Türen. Schluß mit dem optischen Understatement ist erst wieder am Heck. Da thront ein Spoiler über der Heckklappe, der sich optional auch noch gegen ein deutlich üppigeres Leitwerk austauschen lässt. Das soll den Anpreßdruck auf der Hinterachse erhöhen, verspricht Opel-Entwickler Björn Zuchhold. Für eine bessere Performance sollen zudem der Diffusor sorgen und die zusammen mit Remus komplett neu entwickelte zweiflutige Edelstahl-Abgasanlage.

Auch innen kommt der Corsa OPC eher dezent-sportlich daher. Die serienmäßigen Recaro-Sportsitze bieten auch in flott gefahrenen Kurven guten Seitenhalt, ohne unbequem zu werden. Dabei sind die Seitenwangen niedrig genug, um einen eleganten Einstieg zu erlauben. Die Kopfstützen sind integriert und die Rückenlehnen lassen sich passend verstellen. Der Durchstieg zur Sitzbank im Heck ist etwas mühsam und die Klappmechanik der Vordersitze reagiert mitunter arg störrisch – aber wer will in so einem Flitzerchen auch hinten sitzen? Das griffige Lederlenkrad ist unten abgeflacht und lässt sich gut in Tiefe und Neigung verstellen. Der 6-Gang-Handschaltung haben die Opel-Ingenieure um rund 13% kürzere Schaltwege gegönnt. Vor allem bei schneller Fahrt mit häufigem Gangwechsel hakelt die Schaltung dann allerdings doch gelegentlich.

Einen Hauch scneller als bisher

Auch innen kommt der Corsa OPC eher dezent-sportlich daher. Die serienmäßigen Recaro-Sportsitze bieten auch in flott gefahrenen Kurven guten Seitenhalt, ohne unbequem zu werden. Dabei sind die Seitenwangen niedrig genug, um einen eleganten Einstieg zu erlauben. Die Kopfstützen sind integriert und die Rückenlehnen lassen sich passend verstellen. Der Durchstieg zur Sitzbank im Heck ist etwas mühsam und die Klappmechanik der Vordersitze reagiert mitunter arg störrisch – aber wer will in so einem Flitzerchen auch hinten sitzen? Das griffige Lederlenkrad ist unten abgeflacht und lässt sich gut in Tiefe und Neigung verstellen. Der 6-Gang-Handschaltung haben die Opel-Ingenieure um rund 13% kürzere Schaltwege gegönnt. Vor allem bei schneller Fahrt mit häufigem Gangwechsel hakelt die Schaltung dann allerdings doch gelegentlich.

Das Herzstück des Corsa OPC findet sich wie gehabt unter der Motorhaube. Als Basis für den 1,6-Liter-Turbobenziner haben die Entwickler den Motorblock des Rallye-Adam R2 genommen und im unter anderem eine neue Ansaugstrecke bis zum Turbolader und neue Einspritzdüsen genehmigt. Damit liefert das Aggregat jetzt 152 kW/207 PS ab – sein Vorgänger musste sich noch mit 192 PS begnügen. Eine akustische Krawallmaschine ist er Corsa OPC auch in der neuen Auflage nicht geworden. Der Sound klingt zwar kerniger als beim Standard-Corsa – aber die Opel-Ingenieure sind erfreulicher Weise nicht der Versuchung erlegen, ihn mit elektronischen Tricks aufzumotzen. Das maximale Drehmoment mit 245 Nm liegt ab 1.900 U/min. an. Das sorgt dann aber auch dafür, dass der Corsa nicht gerne schaltfaul bewegt werden will – die Beschleunigung aus niedriger Drehzahl heraus ist eher etwas mühsam. Wer allerdings aus voller Fahrt heraus noch einmal Gas gibt, der bekommt kurzzeitig vom Overboost zusätzliche 35 Nm geschenkt – Überholen wird so zu einer mühelosen Übung. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 schafft der Corsa OPC in gerade mal 6,4 Sekunden – fast eine halbe Sekunde schneller als sein Vorgänger.

Im Alltag gutmütig

Wer allerdings voll ins Gaspedal tritt, der muss kurz damit kämpfen, dass die angetriebenen Vorderräder so ihre eigene Ansicht drüber entwickeln, wo es lang gehen soll. Aber die Elektronik unterbindet zusammen mit einem festen Gegenlenken diesen Eigensinn sehr schnell. Schluss mit Vortrieb ist jetzt bei 230 km/h – ein Hauch schneller als bisher. 7,5 Liter sollen für 100 Kilometer Strecke reichen, verspricht Opel – wie üblich eine höchst optimistische Schätzung für den Alltag. Und das nicht zuletzt, weil der im Vergleich zum Serien-Corsa um zehn Millimeter tiefer gelegte OPC zu flotter Gangart geradezu verführt. Die Traktionkontrolle lässt sich durch die Anwahl des Competition Modus ausschalten, ebenso das ESP. Selbst dann bleibt der Corsa OPC lange beherrschbar, lernt bei flotter Gangart auch schon mal das Tanzen – aber auch mit den Sicherheitsfeatures ist der kleine Opel ganz gewiss keine Spaßbremse.

Bei aller Sportlichkeit ist der Corsa OPC voll alltagstauglich. Am Laderaumvolumen von 285 bis 1.090 Liter ändert sich nichts, Gegen Aufpreis gibt es so ziemlich alles, was auch lange Touren angenehm und sicherer macht – vom Abstandswarner über Verkehrsschilderkennung bis zum Parkpiloten. Immerhin: Bi-Xenon Scheinwerfer sind Serie. Im Stadtverkehr ist er gutmütig und läßt sich fein dosiert bewegen.

Bleibt der Preis. Für einen Basispreis von 24.395 Euro bekommt man schon einen ordentlich ausgestatteten kleinen Flitzer. Optionen wie etwa das Performance Paket kann man sich ersparen, wenn man es nicht auf extreme und zum Teil dann auch ruppige Sportlichkeit anlegt. Mit seinem Einstiegspreis liegt der Opel Corsa OPC gut im Mittelfeld seiner Konkurrenten. Den Ford Fiesta ST gibt es ab 20.190 Euro, für den Mini Cooper S muss man mindestens 28.490 Euro hinblättern.