| von Stefan Grundhoff

Viele Hersteller bemühen sich gerade die eigenen Portfolios durchzukämmen, um die Variantenflut einzudämmen. Porsche geht einen anderen Weg und weitet zumindest bei seinem viertürigen Panamera das Modellangebot mit der Modellpflege aus. Um die Nachfrage an Plug-In-Hybriden zu decken und die immer strenger werdenden Umweltvorgaben auch in den nächsten Jahren einhalten zu können, wird es ab Oktober daher statt zwei sogar drei Plug-In-Versionen geben. Kaum etwas tut sich dagegen bei 243 kW / 330 PS / 450 Nm starken Panamera-Basismodell und der beliebten Sportversion des Porsche Panamera GTS, der eine leichte Leistungsspritze auf 353 kW / 480 PS / 620 Nm bekommt.

Musste der Panamera Turbo bisher mit allemal stattlichen 550 PS auskommen, so gibt es als Turbo S nicht nur einen neuen Buchstaben als Annex, sondern auch einen imposanten Nachschlag um 80 auf 630 PS. Aus dem Stand geht es mit ihm in 3,1 Sekunden auf Tempo 100 und auf der Autobahn ist erst bei 315 km/h Schluss.

Das Leistungsplus des neuen Porsche Panamera Turbo S öffnet das Portfolio für eine dritte Motorvariante mit Plug-In-Hybridmodul. "Wir schließen damit die Lücke zwischen dem Panamera 4 E-Hybrid und dem Turbo S E-Hybrid mit einem dritten Modell", so Panamera-Entwicklungsleiter Thomas Friemuth, "mit dem vergrößerten Akku kommt man mit einer Ladung rund 30 Prozent weiter als bisher." Der Neuling heißt Porsche Panamera 4S Hybrid und bringt als Allradler eine Systemleistung von 412 kW / 560 PS und 750 Nm Drehmoment an beide Achsen.

Die Akkutechnik selbst ist bei allen drei Hybridmodellen identisch. Das neue Akkupaket mit einer erhöhten Kapazität von 17,9 statt der bisherigen 14,1 kWh ermöglicht Reichweiten von 54 Kilometern. Somit kommen alle Teilzeit-Elektriker in den Genuss der steuerlichen Vergünstigungen und des E-Kennzeichens. Gerade in Europa ein wichtiger Verkaufsargument.

Weiterhin gibt es den Porsche Panamera nicht nur mit dem normalen Radstand, sondern mit Fokus China auch als Langversion und als Shooting Brake mit Kombiallüren. Thomas Friemuth. "Wir wollten den Spagat noch weiter spreizen und die großen Stärken des Panamera betonen. Deshalb haben wir das Auto sportlicher und zugleich komfortabler gemacht. Dafür haben wir den Fahrkomfort und die Kurvenstabilität durch die Optimierung aller Fahrwerksysteme spürbar erhöht." Das gelang insbesondere durch eine Verbesserung der elektromechanischen Wankstabilisierung, neuen Verstelldämpfern und neuen Lagern für Motoren und Achsen.

Der aufgefrischte Porsche Panamera ist ab sofort bestellbar und kommt Mitte Oktober zu den Händlern. In Deutschland beginnen die Preise bei 91.345 Euro für den hinterradgetriebenen Panamera. Alle übrigen Modelle verfügen über Allradantrieb: den Panamera 4 gibt es zu Preisen ab 95.289 Euro, den Panamera 4S E-Hybrid ab 126.841 Euro, den Panamera GTS ab 136.933 Euro und den Panamera Turbo S ab 179.737 Euro.

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