Gut, Cristiano Ronaldo hat sich mit dem Bugatti "La Voiture Noire" das teuerste Auto der Welt geschnappt. Der Ausnahme-Kicker hat elf Millionen Euro für das Einzelstück auf den Tisch gelegt: 1.500 PS sind ja auch eine Ansage. Doch, was die Kompromisslosigkeit und die Abgefahrenheit angeht, stehen bestimmte Vehikel oder sollen wir eher sagen, Monster auf Rädern der Franzosen-Flunder kaum nach.

Der Dhabiyan 10x10 schaut aus wie ein Vehikel aus der zehnten Fortsetzung der Endzeit Spielfilmreihe "Mad Max". Fünf Achsen, zehn Räder und rund zwölf Meter lang. Die Basis für diese rollende Monsterraupe, die sich Scheich Hamad bin Hamdan Al Nahyan nach seinen Wünschen anfertigen ließ, ist der Oskosh M1074/1075, ein Lastwagen der US-Armee, der auch schweres Gerät und Panzer transportiert. Wenn man sich dieses Fahrzeug genauer anschaut, erkennt man, dass der Scheich sich quer durch die Regale der US-Hersteller bedient hat. Die Scheinwerfer stammen von einem Ford Super Duty Pick-up, das Heck von einem Dodge Dart und für die Fahrerkabine hinter der unendlich langen Motorhaube musste eine viertüriger Jeep Wrangler dran glauben.

Der Motor für dieses tonnenschwere Ungetüm ist ein Sechszylinder-Caterpillar-Triebwerk mit mächtigen 15,2 Litern Hubraum, 441 kW /600 PS und jede Menge Drehmoment. Wenn dieses Aggregat einmal tief einatmet, bleibt ein Sauerstoffloch in der Atmosphäre zurück. Damit dieses Wahnsinns-Vehikel nicht im Wüstensand stecken bleibt, ist eine zuschaltbare Untersetzung eingebaut. Die fünf Achsen haben drei verschiedene Federsysteme: Die Hinterachse hat eine Luftfederung und die beiden nächsten eine Tandemaufhängung mit Blattfedern. Die beiden vorderen Achsen nutzen Schraubenfedern. Der Preis ist geheim, aber er dürfte mindestens siebenstellig sein.

Der Fahrer sitzt auf der Rückbank

Für rund 3,4 Millionen Euro kann man sich einen Karlmann King in die Garage stellen. Falls diese groß genug ist, um das 2,48 Meter hohe und 5,98 Meter lange SUV zu beherbergen. Basis für diesen Panzer mit der futuristischen Karosserie ist ein Ford F550, was man auch am Interieur, zum Beispiel an den Belüftungshutzen merkt. Allerdings kann die Innenausstattung je nach Gusto des Käufers gestaltet werden. Die Spannbreite reicht von Massagesitzen im Fond, inklusive 45 Zoll Bildschirmen und einer Playstation bis hin zu Swarovski Steinen im Dachhimmel. Edelsteine dürften ebenfalls kein Problem sein. Hinter dem ehrgeizigen Projekt steckt die chinesische "International Automotive Technology" (IAT) und unter der Motorhaube ein V10-Triebwerk mit 270 kW /367 PS und 620 Nm Drehmoment. Damit kommt der rund 4,7 Tonnen schwere Asphalt Stealth Bomber auf eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist der umgebaute Nissan Patrol des Tuners "King of Customs" aus Dubai. Auf Wunsch eines arabischen Geschäftsmanns befindet sich der Platz des Chauffeurs samt Lenkrad mittig auf der Rückbank. Man kann nur vermuten, was den Auftraggeber zu dieser ungewöhnlichen Sitzanordnung bewogen hat. Mag sein, dass er hinten reisekrank wird oder vielleicht gefällt ihm die Aussicht von den vorderen Plätzen besser. Der Umbau ist zumindest in einer Hinsicht konsequent: Der Fahrer hat Monitore, die ihm das Bild der Kameras übertragen und so eine Rundumsicht garantieren. Die beiden Bildschirme vorne haben einen anderen Zweck- sie dienen der Unterhaltung.

Panzer für die Straße

Im "Flying Huntsman Civilian Carrier" lebt ein Range Rover Defender 110 weiter. Damit die Platzverhältnisse auch für acht Personen angemessen sind, verlängerten die Spezialisten von Kahn Design die Karosserie auf 5,10 Meter. Damit der Wagen mit jeder Situation klarkommt, hat das Vehikel einen Sechsradantrieb und einen V8-Motor mit 316 kW / 430 PS. Der Innenraum kann individuell ausstaffiert werden: entweder luxuriös oder möglichst geräumig. Diese speziellen Wünsche treiben auch den Basispreis von 250.000 Euro nach oben, die Grenzen sind offen.

Beim "Tank" (Panzer) des Kleinserienhersteller Rezvani ist der Name Programm. Wenn man sich dieses "Extreme Utility Vehicle" anschaut, erkennen nur Eingeweihte, dass sich darunter die Technik eine Jeep Wranglers verbirgt. Die martialisch anmutende Karosserie samt Fenster ist gepanzert und ein Nachtsichtgerät sorgt für Durchblick im Dunkeln. Das V8-Triebwerk leistet 368 kW / 500 PS. Die Hülle richtet sich nach den Wünschen des Fahrers: Zum Beispiel als rustikales Militärfahrzeug oder als abgefahrenes Batmobil.