Dabei fällt auf, dass die umtriebigen Tschechen das Design deutlich weniger extravagant und auffällig umgesetzt haben als viele andere Firmen bei ihren Elektromodellen. Der Vision iV als Vorläufer des 2020 folgenden Serienmodells dürfte beim Kunden gerade mit seinem gelungenen Design punkten, denn der coupéhafte Crossover im Stile eines BMW 6er GT sieht mit seiner selbstbewussten Front und der abfallenden Dachlinie erst einmal gut aus und will sich erst in zweiter Linie als Elektromodell in Szene setzen. Oliver Stefani, Leiter Skoda Design: „Das markante Gesicht dieser Konzeptstudie mit der Lichtleiste verleiht ihr einen sehr modernen Look und unterstützt ihren starken, selbstbewussten Auftritt. Das reduzierte Design, das auch die Kameras anstelle der Außenspiegel oder die fehlenden Türgriffe unterstreichen, steht symbolisch für die einfache Bedienung unserer Elektrofahrzeuge. Illuminierte Elemente und die neue Lichttechnik setzen darüber hinaus spannende optische Akzente.“ Abwarten, ob sich das Fehlen von Außenspiegeln und Türgriffen in die Serie retten lässt.

Technisch ist der 4,67 Meter lange Elektro-SUV auf dem modularen Elektrobaukasten des Volkswagen-Konzerns unterwegs, der auch die verschiedenen VW-Modelle wie ID. Neo, ID. Lounge oder ID. Bus beheimatet. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sorgen für eine Systemleistung von 225 kW / 306 PS. Die maximale Reichweite soll bei 500 Kilometern ohne Nachladen liegen und innerhalb von 30 Minuten soll sich das 83-kWh-Akkupaket im Fahrzeugboden bei entsprechender Schnellladung wieder auf 80 Prozent erstarken lassen. „Charakteristisch für Elektromotoren ist, dass direkt ab dem Start das maximale Drehmoment zur Verfügung steht“, so Christian Strube, Skoda-Vorstand für technische Entwicklung, „das führt zu einem sehr guten Ansprechverhalten. In der Beschleunigung erreicht dieses Konzeptfahrzeug die höchsten Dynamikwerte, die wir bislang bei einem Skoda erlebt haben. Und dass alles emissionsfrei, leise und mit perfekter Traktion.“

Das Platzangebot ist durch die kurze Motorhaube für ein Fahrzeug der 4,70-Meter-Klasse sehr üppig. Im Innenraum zeigt Skoda mit der Studie des Vision iV einen Ausblick auf seine nächste Entertainmentgeneration, die sukzessive bei allen Fahrzeugen Einzug halten soll. Neben dem guten Platzangebot im Innern will die Genf-Studie mit einem 550 Liter großen Laderaum. Die vorderen Sitze aus künstlichem Veloursleder lassen sich drehen und die Armaturentafel präsentiert sich mit dem zentralen Bildschirm sehr luftig. Zudem bringt ein großes Panoramadach viel Licht ins Innere des elektrischen Crossovers. Wenn der Skoda Vision iV Realität wird, soll er über teilautonome Fahrfunktionen der Stufe drei verfügen. Entsprechend verfügt auch die Studie über Kamera-, Radar- und Lasermodule.