• Katsuhiko Hirose wirbt auch in London für die Brennstoffzelle. Bild: Toyota. Bild: Toyota

    Katsuhiko Hirose wirbt auch in London für die Brennstoffzelle. Bild: Toyota. Bild: Toyota

  • Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

    Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

  • Das Prius 1 Entwicklungs-Team mit Hirose (Mitte, hinten). Links neben ihm Toyota-Vorstand Takeshi Uchiyamada. Bild: Toyota

    Das Prius 1 Entwicklungs-Team mit Hirose (Mitte, hinten). Links neben ihm Toyota-Vorstand Takeshi Uchiyamada. Bild: Toyota

  • Die Brennstoffzellen-Limousine soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Bild: Toyota

    Die Brennstoffzellen-Limousine soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Bild: Toyota

  • Die Brennstoffzellen-Limousine soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Bild: Toyota

    Die Brennstoffzellen-Limousine soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben. Bild: Toyota

  • Das Heck der Toyota FCV Studie ist wenig futuristisch. Bild: Toyota

    Das Heck der Toyota FCV Studie ist wenig futuristisch. Bild: Toyota

  • Der Toyota FCV dreht bereits seine Runden auf der Teststrecke. Bild: Toyota

    Der Toyota FCV dreht bereits seine Runden auf der Teststrecke. Bild: Toyota

  • Der Toyota FCV dreht bereits seine Runden auf der Teststrecke. Bild: Toyota

    Der Toyota FCV dreht bereits seine Runden auf der Teststrecke. Bild: Toyota

  • Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

    Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

  • Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

    Der Toyota FCV in Hamburg. Bild: Toyota

  • Katsuhiko Hirose mit der getarnten Brennstoffzellen-Limousine. Bild: Toyota

    Katsuhiko Hirose mit der getarnten Brennstoffzellen-Limousine. Bild: Toyota

Das Bild hat etwas von einem Klassentreffen-Foto. Acht Toyota-Ingenieure drängen sich um einen Prius Hybrid der ersten Generation. Der Raum, in dem die Gruppe und das Vehikel stehen, ist schmucklos. Auch der eigenwillig gemusterte Teppichboden hat schon bessere Zeiten gesehen. Im Hintergrund hängt ein einfaches Schild: „15 Jahre Prius“. Von streng japanischer Ordnung keine Spur. Die Männer lachen; die Szenerie hat etwas Ausgelassenes, Ungezwungenes. Mittendrin Toyota-Vorstand Takeshi Uchiyamada und direkt neben ihm: Katsuhiko Hirose, der maßgeblich an der Entwicklung der zweiten Generation des Prius Hybrid beteiligt war.

Nach dem Debüt-Hybrid verantwortete Hirose den „Hybrid Synergie Drive“. Eine der Kern-Technologien des Prius. Doch der Mann mit den fröhlichen, wachen Augen und dem ansteckenden, kichernden Lachen ist umtriebig. „Ich langweile mich schnell, wenn bei einer Aufgabe zu schnell Routine entsteht“, sagt Hirose-san. Deswegen treibt es ihn immer weiter. Seine andauernde Mission sind Autos, die unabhängig von dem immer knapper werdenden Rohöl fahren. Um seine Vision Realität werden zu lassen, wurde Hirose auch zum Handlungsreisenden, besuchte die ganze Welt.

Hirose geht seinen eigenen Weg. Schwimmt auch gerne mal gegen den Strom. Nach dem Studium der angewandten Physik an der Nagoya-Universität bewarben sich viele seiner Kommilitonen bei den großen Technik-Konzernen, wie Sony oder Panasonic. Autos? Die waren damals nicht „Big in Japan“. Katsuhiko Hirose dagegen fuhr immer schon gerne und schnell Auto. Damals noch Nissan. Das änderte sich bald, als er bei Toyota einstieg. Hirose ist ein Car Guy, ein Mann mit Benzin im Blut. Er hat ein Faible für Sportwagen und bedauert, dass die heutigen Autos mehr wiegen, als früher. „Aber was soll ich sagen?“ lacht er und fährt fort, „auch ich habe im Vergleich zu früher ein bisschen zugelegt.“

So sehr Mr. Hybrid an der Zukunft schraubt, so sehr interessiert er sich für Geschichte. Eines seiner Hobbys ist die Historie der Etrusker, also jenes Volk, das vor den Römern in Italien das Sagen hatte. Die andere Leidenschaft ist klassische Musik. Hirose-san kommt gerne nach Europa. Deswegen ist der Mann aus Nippon auch vertraut mit der hiesigen Mentalität. Er konstatiert bei den Bewohnern des alten Kontinents eine Skepsis gegenüber neuen Technologien. Doch diese Abwehrhaltung ist nichts Neues für ihn. Beim Hybridantrieb war es ähnlich: „Damals haben alle über uns gelacht. Heute werden wir schon ein bisschen ernster genommen“, sagt er lächelnd. Kein Wunder bei mehr als sechs Millionen verkaufter Hybrid-Mobile.

In den letzten Jahren trieb Katsuhiko Hirose die Brennstoffzellenentwicklung bei Toyota voran. Er war so etwas, wie der Mr. Fuel Cell, das Gesicht der Brennstoffzelle bei dem japanischen Autobauer. Die Grundlagen-Arbeit ist geschafft. Im nächsten Jahr bringt Toyota die erste vollwertige Brennstoffzellen-Limousine auf den Markt. Die Leistung soll über 100 kW (136 PS) liegen und der Wirkungsgrad wird bei mehr als 65 Prozent erhöht. Das bedeutet eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Jetzt wendet sich der umtriebige Ingenieur neuen Aufgaben zu und ist als Brennstoffzellen-Botschafter unterwegs. Doch das ist dem vitalen Mann nicht genug. Momentan schreibt er seine Doktorarbeit, um dann wieder an die Universität zurückzukehren. „Es ist mir wichtig, die Erfahrungen aus meinem Berufsleben an junge Menschen weiter zu geben. Wer weiß, vielleicht wird mich meine Lehrtätigkeit später sogar wieder einmal nach Deutschland führen“, sagt Hirose-san lässt dabei sein jugendliches Lachen erschallen.

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Wolfgang Gomoll; press-inform