• Der Lexus NX 200t ist seit dem 14.2. erhältlich. - alle Bilder: Marcel Sommer; press-inform

    Der Lexus NX 200t ist seit dem 14.2. erhältlich. - alle Bilder: Marcel Sommer; press-inform

  • Ab 42.000 Euro ist er zu haben.

    Ab 42.000 Euro ist er zu haben.

  • In der F Sport-Ausstattung und mit Allrad kostet er 54.450 Euro.

    In der F Sport-Ausstattung und mit Allrad kostet er 54.450 Euro.

  • Der Unterschied zum Hybriden beträgt 1.650 Euro.

    Der Unterschied zum Hybriden beträgt 1.650 Euro.

  • Bis zu 200 km/h ist er schnell.

    Bis zu 200 km/h ist er schnell.

  • Der Allradler sprintet in 7,1 Sekunden bis Tempo 100.

    Der Allradler sprintet in 7,1 Sekunden bis Tempo 100.

  • Bislang gab es den NX nur mit einem Hybridantrieb.

    Bislang gab es den NX nur mit einem Hybridantrieb.

  • Die Soundkulisse ist ansprechender geworden.

    Die Soundkulisse ist ansprechender geworden.

  • Er ist knapp 50 Kilogramm leichter als der Hybrid.

    Er ist knapp 50 Kilogramm leichter als der Hybrid.

  • 238 PS hat der Lexus NX 200t.

    238 PS hat der Lexus NX 200t.

  • 2,0 Liter Hubraum hat sein Vierzylinder-Motor.

    2,0 Liter Hubraum hat sein Vierzylinder-Motor.

  • 350 Newtonmeter ist er stark.

    350 Newtonmeter ist er stark.

  • Lexus möchte dieses Jahr 600 Einheiten verkaufen.

    Lexus möchte dieses Jahr 600 Einheiten verkaufen.

  • Bislang sind schon 400 Bestellungen eingegangen.

    Bislang sind schon 400 Bestellungen eingegangen.

  • Sein Äußeres polarisiert sehr stark.

    Sein Äußeres polarisiert sehr stark.

  • Der Reihen-Vierzylindermotor des Lexus NX 200t.

    Der Reihen-Vierzylindermotor des Lexus NX 200t.

  • Endlich ist ein reiner Benzinmotor für den Lexus NX erhältlich.

    Endlich ist ein reiner Benzinmotor für den Lexus NX erhältlich.

  • Das Cockpit des Lexus NX 200t.

    Das Cockpit des Lexus NX 200t.

  • Zwischen 580 und...

    Zwischen 580 und...

  • ...1.625 Liter fasst der Kofferraum.

    ...1.625 Liter fasst der Kofferraum.

Wenn eine Automarke weiß, wie ein polarisierendes Automobil designt werden muss, dann Lexus. Zuletzt hat es die Toyota-Edeltochter mit dem markant und bullig wirkenden NX geschafft. Was dem 4,63 Meter langen Japaner bis heute allerdings fehlte, ist ein, dem Design entsprechendes, Triebwerk. Außer eines müden 197 PS starken Hybridantriebs gab es nichts. Wer sich demnach für einen polarisierenden Wagen wie den NX entscheiden wollte, der musste in den sauren Apfel beißen und sich mit einem zu schwachen Hybridmotor arrangieren.

Diese Tage sind nun vorbei, denn Lexus verdoppelt die Motorenpalette. Neu hinzugekommen ist ein 2,0 Liter großer Turbo-Benziner mit immerhin 175 kW / 238 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. Der Aufpreis zum Hybriden beträgt 1.650 Euro. Der getestete Allradler in der F Sport-Ausstattungsvariante kostet ab 54.450 Euro ? das Basismodell startet bei 42.000 Euro.

140 Newtonmeter mehr als die Hybridvariante

Dass rund 40 PS mehr aus einem SUV nicht gleich einen Sportwagen machen, wird schnell klar. Dennoch steht dem neuen NX das 140 Newtonmeter stärkere Triebwerk besser zu Gesicht. Nicht zuletzt dank seiner angenehmen Leistungsentfaltung und der akustischen Untermalung im oberen Drehzahlbereich. Lässt sich der NX 200t im unteren Drehzahlfenster ruhig und komfortabel pilotieren, bekommen die Ohren auf Wunsch einen zwar 0,5 Liter kleineren aber sportlicher anmutenden Vierzylinder-Sound geboten.

Was insofern nicht gerade unwichtig ist, sollte sich für die Benutzung der Schaltwippen entschieden worden sein. Die Schaltpunkte werden mithilfe des Motorenklangs auf Anhieb erkannt. An dieser Stelle fällt allerdings auf, dass im sechsten Gang vergeblich an der rechten Wippe gezogen wird ? denn hier ist Schluss. Macht aber gar nichts, streicht der sportiv wirkende bei Lexus bei Tempo 200 sowieso die Segel.

Takeaki Kato, Chefingenieur des NX 200t, verrät: “Wir wollen Komponenten schonen, und das klappt am besten, wenn man die Motortemperatur nicht zu hoch gehen lässt. Daher haben wir uns für eine Tempo 200-Beschränkung entschieden.” Das rein deutsche Anliegen, einem Kompaktwagen auf der Autobahn entfliehen zu können, wird mit dem NX also nicht befriedigt. Der Sprint bis zur 100 km/h-Markierung fällt mit 7,1 Sekunden immerhin ausreichend aus, auch wenn den vier angetriebenen Rädern auch auf trockenem Asphalt die Traktionskontrolle ständig in die Parade fährt.

Komfortabel gefedert

Erfreulich am NX 200t ist, dass Lexus nicht versucht hat, zwanghaft alles an ihm auf Sport zu trimmen. So fallen die Federung und die Lenkung eher in den Bereich des komfortablen, unaufgeregten Reisens. Und das umschreibt eigentlich auch am besten seinen Einsatzbereich. Denn mit einem 580 bis 1.625 Liter großen Kofferraum sowie auch im Fond sehr guten Sitzgelegenheiten bietet sich der Japaner genau dafür an. Auch, wenn sein Äußeres nach einer Rennstrecke schreit, ist er im Kern ein angenehmer Reisebegleiter. Besonders in puncto Spritverbrauch spiegelt sich diese Eigenschaft wieder. Mit den 7,7 Litern auf 100 Kilometern wird es definitiv nichts, sollte die Leistung mehr als einmal zu 100 Prozent abgerufen werden.

Wer sich lieber fahren lässt, als selbst das griffige Lenkrad in den Händen zu halten, kommt während der Fahrt in den Genuss einiger Annehmlichkeiten.

So verfügt der NX über einen kleinen, in der Mittelkonsole verborgenen Schminkspiegel ? der dank des üblichen Spiegels in der Sonnenblende selbstverständlich völlig überflüssig ist ? einen eigenen W-Lan-Hotspot und eine Ladeschale zum kabellosen Laden des Smartphones ? wenn die Voraussetzungen stimmen (Qi-Protokoll). Alles in allem bietet das reine Benziner-Paket einen angemessenen Antrieb für den zu schwer ausgefallenen Japaner. Wer auffallen und gleichzeitig gemütlich reisen möchte, für den hat Lexus nun auch einen passenden Wagen auf dem Hof.

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Marcel Sommer