• VW Arteon - technischer Zwilling des Passat. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - technischer Zwilling des Passat. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - 4,86 Meter lang. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - 4,86 Meter lang. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - macht Druck auf das Premiumsegment. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - macht Druck auf das Premiumsegment. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - auch Sechszylinder scheinen denkbar. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - auch Sechszylinder scheinen denkbar. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - viel Radstand - viel Platz. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - viel Radstand - viel Platz. Bild: Volkswagen

  • Das Cockpit des VW Arteon kennt man vom Passat. Bild: Volkswagen

    Das Cockpit des VW Arteon kennt man vom Passat. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - viel Platz im Fond. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - viel Platz im Fond. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon - Premiere auf dem Genfer Salon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon - Premiere auf dem Genfer Salon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

  • VW Arteon. Bild: Volkswagen

    VW Arteon. Bild: Volkswagen

Viertürige Coupés sind in - absolut in. Das ist auch Volkswagen nicht entgangen, denn bereits von der Passat-Vorgängergeneration gab es eine sehenswerte Coupévariante mit vier Türen. Aus dem Passat CC wurde der VW CC und irgendwann blickte keiner mehr durch. Daher gibt es für den Nachfolger einen neuen Namen - Arteon. Den muss keiner verstehen, ist sowieso eine Wolfsburger Eigenkreation.

Das Design ist neu, sehenswert, elegant und allemal sportlich. Der 4,86 Meter lange Arteon muss sich auch nicht gegenüber einem großen Audi A7 oder dem kleineren Bruder A5 Sportback verstecken. Da das überalterte Luxusmodell Phaeton keinen Nachfolger bekommt, soll es zumindest in Europa ab Sommer der edle Bruder des Passat richten. Die technische Plattform von Passat und Arteon ist zwar identisch, "doch wir haben vieles grundlegend verändert", erklärt Baureihenleiter Dr. Elmar Licharz, "Radstand und Spur sind völlig anders. Die Coupélimousine Arteon hat serienmäßig 18-Zöller. Wer will, bekommt sogar 19 und 20 Zoll." Nicht nur Dienstwagenfahrer sollen Lust bekommen auf den Passat-Bruder, der sich weit mehr als sein Vorgänger VW CC vom Passat-Einerlei abheben soll.

Fünfzylinder-Turbo aus dem Hause Audi

"Wir könnten uns im Arteon durchaus auch einen Sechszylinder vorstellen", macht Licharz aus seinem Wunsch keinen Hehl, "wir müssen jedoch genug Kunden finden und einen Businesscase hinbekommen." Das ist bekanntermaßen nicht leicht, denn das Premiumtriumvirat aus Audi, BMW und Mercedes liegt bei den Einkaufslisten der Kunden zumeist in weiter Ferne. VW-Entwicklungsvorstand Dr. Frank Welsch will ebenfalls ein entsprechendes Topmodell: "Passen würde ein Sechszylinder bestens in den Arteon; doch es muss sich für uns rechnen."

Das mögliche Topmodell wird dann von einem 2,5 Liter großen Sechszylinder-Turbomotor angetrieben, der seine rund 350 PS über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe mit rund 500 Nm maximalem Drehmoment an alle vier Räder überträgt. Höchstgeschwindigkeit bei ersten Testfahrten in der südafrikanischen Hitze: imposante 301 km/h. der 2,5 Liter große V6-Turbobenziner lässt sich mit überschaubarem Aufwand sogar zu einem noch stärkeren Dreiliter-V6 machen. Das Volkswagen-Team hätte sich für den Arteon, der wie Golf, Tiguan, Passat und kommender Polo auf dem variablen Querbaukasten beruht, sogar den Fünfzylinder-Turbo aus dem Hause Audi vorstellen können. Doch die Konzernschwester aus Ingolstadt wollte mehrere Millionen Euro als Nutzungsgebühr.

Das Gros des Motorenspektrums wird sich in Europa jedoch bei den Vierzylinder-Dieseln abspielen, die 150, 190 und 240 PS leisten. Ergänzend gibt es die Vierzylinderbenziner, die man aus Konzernmodellen wie VW Passat oder Audi A4 kennt. So hält beim Arteon auch der im Realverbrauch besonders sparsame Zweiliter-B-Zyklus-Motor aus dem A4 Einzug, der mit seinen 140 kW / 190 PS gerade einmal fünf Liter Super verbrauchen soll. Die Benziner unterhalb des erhofften V6-Triebwerks haben 1,5 bis 2,0 Liter Hubraum und ein Leistungsspektrum von 150 bis 280 PS. Im Sommer soll es zu Preisen ab 35.000 Euro losgehen. Hinter vorgehaltener Hand erscheint ein zweites Arteon-Modell in Form eines Shooting Brake allemal denkbar.

Hightech an Bord

Cockpit und Bedienelemente kennt man vom aktuellen Passat, wobei der 9,2 Zoll große Multifunktionsbildschirm wie bei allen zukünftigen VW-Modellen schick hinter einer schwarzen Hochglanzscheibe verbaut ist. "Beim Platzangebot sind wir best in class", ergänzt Dr. Elmar Licharz, der keinen Hehl daraus macht, dass auch eine Plug-In-Hybridvariante in Vorbereitung ist. Vorne könnte man durchaus noch etwas tiefer sitzen.

Das Platzangebot im Fond ist Dank 2,84 Meter langem Radstand beinahe auf Niveau des klassenhöheren Audi A7, denn der quer verbaute Motor lässt den Innenraum der in Emden produzierten Coupé-Limousine weiter nach vorne rücken. Auch bis 1,90 Meter lässt es sich hinten noch entspannt reisen - getrennt klimatisiert und wohlig von unten gewärmt. Die fünf Zentimeter mehr Radstand im Vergleich zum VW Passat machen sich nicht nur für die Fondpassgiere angenehm bemerkbar. Das Ladevolumen liegt zwischen 563 und 1.557 Litern. Die größeren Modelle sind obligatorisch an Allradantrieb und siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt; für die Einsteiger mit Leistungen ab 150 PS wird es nur Handschalter und Frontantrieb geben.

Die automatische Distanzregelung berücksichtigt unter anderem Tempolimits, Streckendaten und passt die Geschwindigkeit variabel an. Das dynamische Kurvenlicht erkennt aufgrund der GPS- und Straßendaten des Navigationssystems, wann eine Kurve kommt und leuchtet sie bereits aus, bevor der Fahrer sie aktiv ansteuert. Sollte der Fahrer gesundheitsbedingt ausfallen, bremst der Assistent den Wagen im Rahmen der Systemgrenzen nicht nur ab, sondern lenkt ihn, sofern es der rückwärtige Verkehr zulässt, nun auch auf die ganz rechte Fahrspur.