Opel-Chef Michael Lohscheller

Die CO2-Vorgaben einzuhalten, sei wichtiger als er Absatz, sagt Opel-Chef Lohscheller. Bild: Opel

| von Roswitha Maier

Die Marke mit dem Blitz wurde von der Coronakrise härter getroffen als der Markt und kämpft mit einem schrumpfenden Marktanteil. Der Absatz brach um mehr als die Hälfte ein, auch weil CO2-ungünstige Modelle aus dem Programm gestrichen wurden. Mit PSA-Technik kommen zunehmend Elektro-Modelle der Marke Opel auf den Markt.

Lohscheller begründete den Rückgang der Verkaufszahlen auch mit dem Verzicht auf unprofitable Verkäufe. "Wir verkaufen zwar aktuell weniger Autos, aber unsere Kunden geben mehr für ihren Opel aus. Der Umsatz pro Fahrzeug steigt." Daher sei Opel selbst in extrem schwierigen Situationen immer profitabel. "Wir können mit weniger Menge mehr Ergebnis erzielen, wie die Resultate auch zum Halbjahr gezeigt haben."


Der Opel-Chef bekräftigte den Plan eines weiteren Personalabbaus in den bereits stark geschrumpften Werken. Bis Ende kommenden Jahres sollen weitere 2.100 Beschäftigte mit freiwilligen Programmen gehen, deren Kosten jeweils nicht in den operativen Gewinn eingerechnet werden.

Betriebsbedingte Kündigungen der eigentlich bis Mitte 2025 davor geschützten Mitarbeiter wollte Lohscheller erneut nicht ausschließen. Eigentlich wolle man den Abbau mit den Freiwilligenprogrammen gestalten, sagte er. "Aber wenn wir sehen sollten, dass wir keine ausreichenden Fortschritte machen, dann müssen wir noch einmal diskutieren und die Lage neu bewerten."

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