Renault

Der finanziell in Schwierigkeiten geratene französische Autobauer muss Überkapazitäten abbauen. Weltweit sollen 15.000 Stellen abgebaut werden. Bild: Renault

| von Roswitha Maier

Delbos sagte weiter, zu den Bedingungen gehöre auch, dass Zulieferer ordnungsgemäß bezahlt werden. Tochtergesellschaften in Steuerparadiesen seien tabu. Außerdem musste Renault zusichern, nicht die Verschiebung von europäischen Grenzwerten für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen zu beantragen. Der Konzern habe "überhaupt kein Problem" gehabt, die Bedingungen zu erfüllen, sagte die Topmanagerin. Renault habe den Kredit einer Gruppe von Banken bisher nicht in Anspruch genommen.

Renault hatte im vergangenen Monat den sozialverträglichen Abbau von weltweit rund 15.000 Stellen angekündigt, um aus der Krise zu kommen. Der Autobauer will seine Überkapazitäten abbauen, um wieder rentabler zu werden. Renault-Präsident Jean-Dominique Senard sagte, die Gespräche mit den Sozialpartnern hätten begonnen. Das Aktionärstreffen fand wegen der coronabedingten Gesundheitslage nur im kleinen Kreis statt.

Der neue, aus Italien stammende Generaldirektor Luca de Meo zeigte sich zuversichtlich, dass eine Wende bei dem krisengeschüttelten Hersteller möglich ist. Er bat allerdings um etwas Zeit. "Der im vergangenen Monat angekündigte Sparplan ist der erste wichtige Schritt für die Sanierung von Renault", sagte der frühere Seat-Vorstandschef, der am 1. Juli seinen neuen Job in Frankreich beginnen wird. Von ihm wird ein Strategieplan für die weitere Entwicklung des Konzerns erwartet.

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