Renault-Chef Luca de Meo

Renault-Chef Luca de Meo will den Autokonzern wieder in die profitable Zone führen. Bild: Renault

| von Yannick Tiedemann

Das neue Ziel ist Teil eines umfassenden Strategieplans des neuen Renault-Generaldirektors Luca de Meo. Er setzt weniger auf Masse und will Rendite erzielen. Der Konzern solle so rasch wie möglich wieder profitabel werden, hieß es aus Kreisen des Unternehmens. Der ursprüngliche Plan Renaults bis 2022 sah indes lediglich Einsparungen in Höhe von zwei Milliarden Euro vor.

De Meo sprach bei der Vorstellung der neuen Strategie davon, das gesamte Unternehmen "von Volumen auf Wert umzustellen". "Es ist mehr als ein Turnaround, es ist eine tiefgreifende Transformation unseres Geschäftsmodells", so der Renault-Chef. "Wir werden uns von einem Autokonzern, der mit Technologie arbeitet, zu einem Tech-Unternehmen entwickeln, der mit Autos arbeitet und bis 2030 mindestens 20 Prozent seines Umsatzes mit Dienstleistungen, Daten und Energiehandel erzielt."

 

Renault will seine industriellen Kapazitäten stark vermindern. Der Hersteller hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, weltweit rund 15 000 Stellen abzubauen. De Meos Plan umfasse keinen zusätzlichen Jobabbau, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Wie andere Autobauer auch war Renault im vergangenen Jahr stark von der Coronapandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen betroffen. Der Konzernabsatz sank um gut 21 Prozent auf knapp drei Millionen Fahrzeuge.

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