Skoda Mladá Boleslav

In den Umbau der Fertigungslinie in Mladá Boleslav investierte Skoda 32 Millionen Euro. Nun laufen hier der rein batterieelektrische Enyaq iV, der Octavia und der Karoq vom Band. Bild: Skoda

| von Roswitha Maier

Die Fertigungslinie ermöglicht nun als einzige im gesamten Volkswagen-Konzern die parallele Produktion von Fahrzeugen auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) und des Modularen Querbaukastens (MQB). Damit laufen der rein batterieelektrische Skoda Enyaq iV, der Octavia und das Kompakt-SUV Karoq im Werk Mladá Boleslav vom selben Band.

Die Vorbereitungen der Fertigungslinie auf die Produktion des ersten Skoda-Modells auf Basis des MEB begannen im Sommer letzten Jahres. Seitdem wurden beispielsweise die Gebäudestatik oder Transporttechnologien für das Gewicht von rein batterieelektrischen Fahrzeugen sowie der verbauten Komponenten ausgelegt. Außerdem erfolgt die Endmontage der Bodengruppe nach dem Umbau automatisiert und schließt dabei auch die Hochvolt-Traktionsbatterie ein. Für das Handling der schweren Batteriepacks wurden Hilfsroboter installiert, zum Justieren der Head-up-Displays richtete der tschechische Automobilhersteller zudem eine größere Arbeitsstation ein.

Einen besonderen Fokus legte Skoda beim Umbau der Fertigungsstraße auf die Sicherheit, insbesondere im Bereich des Batteriehandlings. Das Unternehmen traf umfangreiche Feuerschutzvorkehrungen und installierte beispielsweise Wärmebildkameras. Sie kontrollieren die Temperatur in der Werkshalle rund um die Uhr und lösen bei entsprechender Abweichung einen Alarm aus.

Michael Oeljeklaus, Skoda-Vorstand für Produktion und Logistik, betont: „Der planmäßig abgeschlossene Umbau der Skoda Enyaq iV-Fertigungslinie in Mladá Boleslav ermöglicht die parallele Fertigung von Fahrzeugen auf MEB- und MQB-Basis. Das ist bisher ein konzernweit einzigartiges Konzept."

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