Volkswagen restart production

Volkswagen hatte Ende April zunächst in Zwickau, anschließend auch am Hauptsitz Wolfsburg und an mehreren weiteren europäischen Standorten mit einem vorsichtigen Neustart begonnen. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion des kleinen SUV Tiguan sowie des Touran und des Seat Tarraco demnächst an vier Tagen komplett ruhen. Dies gelte an diesem Freitag (15.05.) sowie für den 20., 25. und 29. Mai, hieß aus Unternehmenskreisen. Auch der neue Golf 8 ist betroffen, hier entfallen an den genannten Tagen aber vorerst nur einzelne Schichten. Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit mindestens auf den Zeitraum vom 18. bis 31. Mai erweitert werden. Angemeldet habe man die Option bei der Arbeitsagentur bis Ende Juni.

Etwa ein Drittel der rund 80.000 Beschäftigten, für die in Deutschland bisher eine verringerte Arbeitszeit angezeigt wurde, seien noch nicht zurückgekehrt, heißt es in einem Interview mit dem Manager Arne Meiswinkel im VW-Intranet. Der Wiederanlauf habe zwar hervorragend geklappt, sagte die für Personalgrundsätze zuständige Führungskraft. "Aber: Je nach Fahrzeugbestellungen der Kunden müssen wir flexibel weiter auf Sicht fahren." Es könne vorkommen, dass Mitarbeiter "mal vor Ort" seien, dann wieder kürzer arbeiten müssten. In Wolfsburg seien im Mai 7.700 Produktionsbeschäftigte in Kurzarbeit.

Volkswagen hatte Ende April zunächst in Zwickau, anschließend auch am Hauptsitz Wolfsburg und an mehreren weiteren europäischen Standorten mit einem vorsichtigen Neustart in der Fertigung begonnen. Der gesamten Branche macht jedoch nach wie vor die Vorsicht der Kunden zu schaffen. Lange waren neben der Produktion auch die Autohäuser dicht - nun sind die Lager voll, während viele Verbraucher größere Ausgaben scheuen. Außerdem gab es erhebliche Probleme in den Lieferketten.

In Wolfsburg, wo es am 27. April nach fast eineinhalb Monaten Lockdown wieder losgegangen war, kamen in einem ersten Schritt etwa 8.000 Mitarbeiter zurück. Normalerweise sind hier bis zu 70.000 Menschen im Einsatz. Ziel war es, die Auslastung an den Linien bis Ende voriger Woche auf zunächst 40 Prozent und danach weiter aufzustocken. Derzeit wird dem Vernehmen nach - je nach Standort und Fahrzeugtyp - bei der VW-Kernmarke mit Kapazitäten zwischen 35 und 50 Prozent gearbeitet.

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