Volkswagen Konzernzentrale mit neuem Logo

Seit 2016 betreibt Volkswagen gemeinsam mit Joint Venture-Partner Sovak ein Montagewerk in Algerien. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

Auch Lieferungen an den offiziellen Partner im Land, Sovac, seien ausgesetzt, teilte Volkswagen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Hintergrund sind Korruptionsermittlungen der algerischen Justiz unter anderem gegen den Geschäftsführer von Sovac, Mourad Oulmi. Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Volkswagen AG seien dem Unternehmen nicht bekannt.

Sovac ist seit zehn Jahren der offizielle Partner von Volkswagen im flächenmäßig größten afrikanischen Land. Seit 2016 betreibt der deutsche Autokonzern in einem gemeinsamen Joint Venture ein Montagewerk in Algerien, in dem im vergangenen Jahr etwa 50.000 Fahrzeuge montiert wurden.

Algerien befindet sich zur Zeit in einer tiefen politischen Krise. Seit Februar kommt es zu Massenprotesten gegen die politische Führung. Am Donnerstag waren 24,5 Millionen Algerier aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Wahl wurde von Massenprotesten und Ausschreitungen begleitet. Wenige Tage vor der Wahl waren auch mehrere frühere Minister wegen Korruption zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

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