Dreipunkt-Sicherheitsgurt von Volvo

60 Jahre Volvo Dreipunkt-Sicherheitsgurt: Patentierter Lebensretter für mehr als eine Million Menschen. Bild: Volvo

Seit 60 Jahren ist die Volvo Erfindung des Dreipunkt-Sicherheitsgurtes der wichtigste Lebensretter im Straßenverkehr. Experten schätzen, dass mehr als eine Million Menschen dem Gurt ihr Leben verdanken. In Deutschland präsentierte Volvo das Rettungspotential des Dreipunkt-Gurts einem breiten Publikum erstmals bei der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA im Jahr 1959, um die innovative Sicherheitstechnik rasch zu popularisieren. Dazu trug auch die Freigabe des Patents zur Nutzung für andere Fahrzeughersteller bei, denn das schwedische Unternehmen stellt nach eigenen Angaben den gesellschaftlichen Fortschritt über finanziellen Gewinn. Serienmäßig eingeführt wurde der patentierte Dreipunkt-Sicherheitsgurt im Jahr 1959 zuerst in den Modellen Volvo PV544, von Fans liebevoll „Buckel-Volvo“ genannt, und im eleganten Volvo P120 Amazon, die beide auch bereits über Befestigungspunkte für Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen verfügten. „Wie sicher sind Sicherheitsgurte?“ diskutierten nun deutsche Fachmedien, Mediziner und Autokäufer.

Sicherheitsgurt von Volvo
1959 stellten die Schweden auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) die Erfindung vor und erteilten die Freigabe des Patents zur Nutzung für andere Fahrzeughersteller. Experten schätzen, dass eine Million Menschen dem Gurt ihr Leben verdanken. Bild: Volvo

Daraufhin organisierte Volvo eine dramatische Demonstrationsfahrt auf dem Frankfurter Messegelände im Vorfeld der anstehenden IAA. Dabei überschlug sich der schwedische Stunt-Pilot Orvar Aspholm mit einem Volvo PV544 gleich viermal, kletterte aber dank des schützenden Dreipunkt-Sicherheitsgurtes unverletzt aus dem Fahrzeugwrack. Genau so, wie Aspholm es schon zuvor über 30 Mal mit Volvo Modellen praktiziert hatte. Die letzten Gurt-Skeptiker überzeugte Volvo im Jahr 1967 mit dem legendären „28.000 Unfälle-Report“. Die Untersuchung basierte auf den Daten aller Unfälle eines Jahres in Schweden und bewies, dass der Sicherheitsgurt Leben rettete und die Zahl der Verletzungen um 50 bis 60 Prozent reduzierte. Kinder ab vier Jahren sollten in Fahrtrichtung auf einem Gurtkissen oder einer Sitzerhöhung unterwegs sein, die sie auf Höhe des Sicherheitsgurtes hebt. Dadurch können sie den Sicherheitsnutzen des Gurtes voll ausschöpfen. Dies war eine weitere Weltneuheit von Volvo. Heute, 60 Jahre später, unterstützt Volvo Fortschritt bei der Sicherheit im Straßenverkehr mit dem Projekt E.V.A. („Equal Vehicles for All“). Seit März dieses Jahres veröffentlicht die Volvo Car Group ihre langjährigen Sicherheitserfahrungen in der Unfallforschung in einer zentralen, frei zugänglichen digitalen Bibliothek. Volvo teilt damit seine seit 1970 gesammelten Erkenntnisse aus der Forschung zu realen Unfällen und fordert zugleich die Industrie auf, Autos für alle Insassen unabhängig von Geschlecht, Größe, Form und Gewicht gleichermaßen sicher zu entwickeln („Equal Vehicles for All“). Zuletzt stellte Volvo im Jahr 2017 das System „Oncoming Lane Mitigation“ mit Bremseingriff vor, das die Gefahr von Kollisionen mit entgegenkommenden Fahrzeugen verringerte. Überfährt das Fahrzeug die mittlere Fahrbahnmarkierung und kommt in den Gegenverkehr, steuert das System das Fahrzeug durch einen Lenkeingriff zurück in die richtige Spur. Mit dem neuen Volvo V60 wurde das System 2018 um eine Notbremsfunktion erweitert.

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    Volvo will ab 2020 alle Modelle auf 180 km/h Höchstgeschwindigkeit beschränken (im Bild: Volvo S60). Bild: press-inform / Volvo

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    Volvo-Chef Hakan Samuelsson hat sich die Verkehrssicherheit auf die Fahnen geschrieben. Bild: press-inform / Volvo

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    PSA-Chef Carlos Tavares hält nichts von einem Tempolimit. Bild:

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    BMW sieht im Tempolimit das falsche Signal (Bild: BMW X3 M). Bild: BMW

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    Der Opel Insignia GSi Grand Sport ist schneller als 180 km/h. Bild: press-inform / Opel

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    Der Mercedes-AMG A 35 4MATIC. Bild: Mercedes

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    Volvo sieht die Zukunft in der Elektromobilität (im Bild: Polestar 2). Bild: press-inform / Polestar

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    Der Bugatti Chiron wäre mit einer Beschränkung von 180 km/h kaum vorstellbar. Bild: press-inform / Bugatti

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    Bei der Elektromobilität ist ein Tempolimit leichter durchsetzbar. Bild: press-inform / Polestar

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    Mercedes S 500 Plug-In Hybrid. Bild: press-inform / Daimler

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    Für einen Sportwagenhersteller ist ein Tempolimit hinderlich. Bild: press-inform / Porsche / Daniel Wollstein

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