VW Sachsen

Die Volkswagen Sachsen GmbH hat drei Standorte in Zwickau, Chemnitz und Dresden. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

"Im Zuge der permanenten Erneuerung im Volkswagen-Konzern überprüfen wir kontinuierlich unsere Strukturen und Prozesse", bestätigte ein Unternehmenssprecher entsprechende Informationen der dpa. Das betreffe auch die Volkswagen Sachsen GmbH, um ihre Wettbewerbsfähigkeit "nachhaltig auszurichten". Die Verhandlungen unter anderem mit Vertretern der Arbeitnehmer sollen Anfang kommenden Jahres beginnen und könnten einige Monate dauern, hieß es.

Von Gewerkschaftsseite wird das Ansinnen begrüßt, da damit die VW-Beschäftigten in Sachsen in den Genuss der Tarifbedingungen der Volkswagen AG kämen. Allerdings wäre es besser, die Angleichung zwischen Ost und West über Flächentarifverträge zu lösen, sagte Thomas Knabel, Geschäftsführer der IG Metall Zwickau. Dazu sei die Arbeitgeberseite aber bisher nicht bereit gewesen.

Ein Knackpunkt ist die Wochenarbeitszeit. Für die Beschäftigten in Sachsen gelte die 38-Stunden-Woche, in der westdeutschen Metallindustrie betrage die Arbeitszeit dagegen nur 35 Stunden. "Das Thema muss gelöst werden", sagte Knabel. "Notfalls Betrieb für Betrieb." Das sich der Autobauer Volkswagen dieser Verantwortung nun stelle, sei richtig.

Die Volkswagen Sachsen GmbH hat drei Standorte in Zwickau, Chemnitz und Dresden. Die betroffenen Kommunen sehen in einer Eingliederung in die AG zurzeit keinen konkreten Nachteil etwa mit Blick auf die Höhe der Gewerbesteuer. Die Stadt sei über die Absichten des Unternehmens informiert und VW habe zugesichert, sie darüber auf dem Laufenden zu halten, hieß es aus dem Zwickauer Rathaus. "Derzeit liegen uns zudem keine Informationen vor, dass die Veränderungen Auswirkungen auf die Gewerbesteuer haben könnte." Auch in Chemnitz werde momentan "kein Anlass zur Sorge" gesehen, erklärte die Pressestelle des Rathauses.

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