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Für die Mitarbeiter der Produktionssparte im Bosch-Werk Bremen wurde eine Abfindung sowie die Bildung einer Transfergesellschaft vereinbart. Bild: Bosch

| von Jonas Rosenberger

Bosch und die IG Metall haben in den Verhandlungen über die Schließung des Werks in Bremen eine Einigung erzielt. Die Mitarbeiter der Produktionssparte, die Ende 2020 nach Ungarn verlagert wird, sollen Abfindungen erhalten, teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft mit. Laut der IG Metall sollen die Beschäftigten je nach Alter eine auf maximal 200.000 Euro gedeckelte Abfindung zwischen einem und zwei Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhalten, meldet die Deutsche Presse-Agentur.

Außerdem soll für jeden Mitarbeiter im Anschluss an seine Beschäftigung bei Bosch die zwölfmonatige Aufnahme in eine Transfergesellschaft vereinbart werden. Verschiedene weitere Zuschläge, etwa pro Kind, sind geplant. Außerdem soll es laut IG Metall eine Nachlaufzeit für Nacharbeiten am Bremer Standort sowie Umbau, Aufbau und Anlaufunterstützung in Ungarn bis zum 30. Juni 2021 geben. Die Produktentwicklung mit mehr als 30 Beschäftigten soll erhalten bleiben.

Die Einigung ist noch vorbehaltlich - so müssen die IG-Metall-Mitglieder des Bosch-Standorts Bremen noch zustimmen, wie Bosch mitteilte. "Auch, wenn wir die Arbeitsplätze nicht erhalten konnten, sind wir mit der Gesamtlaufzeit aus Produktionsende, Nachlaufzeit und Transfergesellschaft zufrieden", sagt Volker Stahmann, Geschäftsführer der IG Metall Bremen.