Volkswagen Absgasskandal

Es geht um "Verrat von Betriebsgeheimnissen", "falsche Verdächtigungen" und "unterschiedliche Versionen" interner Dokumente: Audi prüft STrafanzeige gegen Unbekannt. Bild: Photogrevy-Fotolia.com

Die Anzeige solle vor dem Amtsgericht Ingolstadt eingereicht werden, teilte das Unternehmen auf Nachfrage dem Handelsblatt mit. Zudem prüfe das Unternehmen Schadensersatzansprüche.

Es gehe um den "Verrat von Betriebsgeheimnissen" und um "falsche Verdächtigungen", sagte ein Audi-Sprecher der Zeitung. Zudem seien "unterschiedliche Versionen" interner Dokumente im Umlauf. Einen direkten Zusammenhang mit den Aussagen des mittlerweile entlassenen Audi-Managers Ulrich Weiß wolle das Unternehmen aber nicht ziehen, schreibt das Handelsblatt weiter. Der ehemalige Leiter der Motorenentwicklung klagt derzeit auf Weiterbeschäftigung.

Audi steht wie die Mutter VW wegen der Manipulation von Dieselmotoren am Pranger. Der Skandal kostet Audi laut der Zeitung mindestens 2 Milliarden Euro an Strafen und Aufwendungen für das Umrüsten der betroffenen Autos.

Dow Jones Newswires

Audi-Entwickler kämpft gegen Freistellung

Inzwischen wehrt sich ein Audi-Entwickler aus Neckarsulm vor dem Arbeitsgericht in Heilbronn gegen seine Freistellung im Zuge der VW-Dieselaffäre. Die Kammer befasst sich nach Angaben des Gerichts mit der Frage, ob Audi verpflichtet ist, den Leiter ihrer Organisationseinheit "Entwicklung Dieselmotoren" weiterzubeschäftigen. Der Ingenieur war nach Aufdeckung der Schummelsoftware bei Dieselmotoren im November 2015 von Audi bezahlt freigestellt worden.

Am Montag (20. Februar) wurde bekannt, dass Audi dem Kläger inzwischen gekündigt hat. Welche Folgen das für die Verhandlung hat, war noch offen. Nach Darstellung des Klägers lag die Verantwortung für die Manipulationen nicht bei ihm (Az.: 5 Ca 219/16).