Leoni Nürnberg

Leoni hält trotz Absatzkrise an seinen mittelfristigen Zielen hält das Management bislang fest und erwartet für 2014 einen "beträchtlicher Umsatzzuwachs". - Bild: Leoni

Schon bei der Vorlage vorläufiger Zahlen Mitte Februar hatte das Unternehmen für 2013 einen leichten Umsatzrückgang auf 3,7 Milliarden Euro nach 3,8 Milliarden im Vorjahr in Aussicht gestellt. Bei der endgültigen Bilanzvorlage am Mittwoch (20. März) schauen Analysten auf die Gewinnprognose.

Die dürfte nach den Erwartungen von DZ-Bank-Analyst Michael Punzet ähnlich verhalten ausfallen. Er schätzt, dass rund 70 Prozent des Umsatzes von Leoni an die Entwicklung der Fahrzeugproduktion in Europa gekoppelt sind. Auch wenn Teile der hiesigen Produktion für den Export in wachsende Märkte bestimmt ist, sieht der Analyst das Unternehmen besonders stark von der sinkenden Produktion und Nachfrage auf dem Kontinent betroffen.

Nach dem dritten Quartal 2012 hatte das MDax-Unternehmen noch eine stabile Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr prognostiziert. Das nun in Aussicht gestellte leichte Umsatzminus beschreibt der Konzern selbst als konservative Prognose.

Bordnetzspezialist hält an mittelfristigen Zielen fest

An seinen mittelfristigen Zielen hält das Management bislang fest. Schon für 2014 sei wieder ein “beträchtlicher Umsatzzuwachs” zu erwarten. 2016 sollen die Erlöse auf fünf Milliarden Euro klettern. Treiber sollen neu gewonnene Projekte bei Bordnetzen insbesondere in Brasilien, Russland, Indien und China sein. Das Korea-Geschäft sieht Leoni dank eines Großauftrags von Ende Februar auf dem besten Weg zu einer schwarzen Null in diesem Jahr. Anfang 2012 hatten die Nürnberger den örtlichen Kabelsatzhersteller Daekyeung komplett übernommen, mussten aber zunächst wegen hoher Integrations- und Anlaufkosten Verluste wegstecken.

2012 hatte Leoni die Bestmarke beim Nettoergebnis von 2011 genau wiederholt und unter dem Strich 156 Millionen Euro verdient. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) war minimal um eine Million auf 236 Millionen Euro gesunken. Der Umsatz hatte um 3 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zugelegt. Beim Free Cashflow landete Leoni mit 60 Millionen Euro im Zielkorridor von 50 bis 80 Millionen.

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dpa/Guido Kruschke