Ian Robertson

Ian Robertson: "Ddie Probleme beim Pkw-Absatz in Ländern wie Italien oder Spanien könnten noch zwei oder drei Jahre anhalten." - Bild: BMW Group

Wie das “Handelsblatt” (Donnerstag) berichtet, könnten die Probleme beim Pkw-Absatz in Ländern wie Italien oder Spanien noch zwei oder drei Jahre anhalten. Das sagte Vertriebschef Ian Robertson am Rande der ADAC-Preisverleihung “Gelber Engel” am Donnerstag in München gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

In Italien brachen die Zulassungen im vergangenen Jahr um 20 Prozent ein, in Spanien um 13 Prozent. Insgesamt war 2012 in Europa das schlechteste Autojahr seit 1995: Die Verkaufszahlen schrumpften um acht Prozent auf zwölf Millionen Neuwagen. Im Dezember wurden in der EU knapp 800.000 neue Pkw zugelassen, das sind 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Europa bleibt ein hartes Pflaster

“Zwischen Dezember und Januar hat sich nichts verändert”, sagte BMW-Vertriebschef Robertson mit Blick auf das Jahr 2013. “Europa wird so hart bleiben, wie es ist.”

In den USA dagegen werde ein Anwachsen des Automarktes auf 15 Millionen Fahrzeuge erwartet. Die Bayern profitieren wie andere Oberklasse-Hersteller davon, dass der Absatz in den Vereinigten Staaten ebenso wie in China kontinuierlich und kräftig wächst. So gleichen die Konzerne Rückgänge in Europa aus. Die deutschen Premium-Anbieter verkaufen auf ihrem Heimatkontinent rund die Hälfte ihrer Fahrzeuge.

Daimler rechnet mit Stagnation in Europa

Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, in Europa werde der Automarkt in diesem Jahr bestenfalls stagnieren, vielleicht auch zurückgehen. Mit Blick auf die Euro-Krise fügte er hinzu: “Ich glaube, wir haben das Schlimmste hinter uns.” Auf den weltweiten Automärkten sei 2013 im Durchschnitt mit einem Plus von drei bis vier Prozent zu rechnen – mit großen regionalen Unterschieden. Weiteres Wachstum erwartete Zetsche in den USA und auch in Asien.

Audi gibt keine Prognose ab

Die schwierigen Aussichten auf dem Heimatkontinent lassen Audi-Chef Rupert Stadler vor einer genaueren Prognose für das laufende Jahr zurückschrecken.

“Jetzt Anfang Januar, insbesondere wenn man nach Europa guckt, kann man halt einfach noch nicht so richtig genau abschätzen, wo wirklich die Reise hingeht”, sagte der Vorstand der VW-Tochter am vergangenen Montag in Detroit.

“Wir werden auf jeden Fall weiter wachsen”, so dr Auci-Chef. “Da gibt es überhaupt keinen Grund, warum wir das nicht hinkriegen.” Eine nähere Einschätzung zur Dimension wagte er jedoch nicht ? auch nicht mit Blick auf Einzelmärkte. “Wir unterhalten uns dann in ein paar Monaten über die Größenordnungen.”

In Europa macht Audi den Löwenanteil seines Geschäfts mit etwa der Hälfte des Absatzes, der 2012 weltweit rund 1,46 Millionen Fahrzeuge umfasste.

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Handelblatt/dpa/Guido Kruschke