ADAC Wolken breit

In der heiklen Frage um die Beibehaltung des Vereinsstatus hat sich der ADAC jetzt etwas Luft verschafft. Bild: kru

Bei dem Gericht ist eine Prüfung des ADAC-Vereinsstatus anhängig. Das Amtsgericht werde den Autoclub zunächst auffordern zu erläutern, welche Veränderungen und welche konkreten Schritte geplant seien. “Auf dieser Grundlage wird dann über das weitere Vorgehen entschieden werden”, heißt es in der Mitteilung des Gerichts vom Montag (8.Dezember). Die vom ADAC-Vorstand angekündigten strukturellen Reformen und deren tatsächliche Umsetzung seien für das Registergericht München “entscheidungsrelevant”.

Am Samstag (6.Dezember) hatte der ADAC sein über viele Monate hin entwickeltes Zukunftskonzept von seinen Regionalverbänden absegnen lassen. Mit der “Reform für Vertrauen” will der ebenfalls am Samstag zum Präsident gewählte August Markl den Club aus der schwersten Krise seiner Geschichte führen.

Kern der neuen Struktur ist eine Trennung der wirtschaftlichen Aktivitäten des ADAC von dem Verein, sie werden in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert. Damit will der ADAC seinen Vereinsstatus erhalten. Durch diesen spart der ADAC viele Millionen Euro Steuern im Jahr und ermöglicht ihm, die Pannenhilfe deutlich günstiger anzubieten als Versicherungskonzerne.

Das Amtsgericht München prüft seit dem 22. Januar 2014, ob der ADAC mit seinen fast 19 Millionen Mitgliedern überhaupt noch ein Verein ist oder längst ein Wirtschaftskonzern. Dazu seien in den vergangenen Monaten Stellungnahmen des ADAC eingeholt und Tochterfirmen im In- und Ausland überprüft worden, sagte Andreß. Insbesondere sei untersucht worden, wie Gewinne verwendet wurden und in welchem Verhältnis sie zu den Mitlgiedsbeiträgen stehen.

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dpa/fv