Peter Meyer

Trotz der jüngsten Affären schließt ADAC-Präsident Meyer einen Rücktritt weiter aus. - Bild: dpa

Trotz der Affären um den Autopreis “Gelber Engel” und um Flüge mit den Rettungshubschraubern zu Dienstterminen denkt ADAC Präsident Peter Meyer nicht an Rücktritt.

Als Begründung sagte er “Bild am Sonntag”: “Als Präsident wurde ich im letzten Jahr mit großer Mehrheit bis 2017 wiedergewählt. Ich stehe zu meiner Verantwortung und werde die Vorkommnisse umfassend aufklären, damit das Vertrauen in den ADAC schnellstmöglich wieder hergestellt werden kann.”

Gleichzeitig kündigte Meyer Reformen und Veränderungen beim ADAC an. “Ich nehme die Vorwürfe der letzten Tage sehr ernst und garantiere Aufklärung. Mein Ziel ist, dass wir die Vertrauenskrise überwinden und verlorene Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Mit Offenheit, Transparenz und mehr Mitgliedereinbindung wird uns das gelingen.”

Auch die Rettungsflieger sollen in Zukunft nicht mehr für Dienstreisen genutzt werden. Meyer: “Wir werden diese Praxis im Präsidium sicherlich diskutieren und ändern. Die Kritik der letzten Tage habe ich verstanden und nehme sie an.”

Hubschrauber und Ambulanz-Jet im Einsatz

Weiter räumte Meyer ein, daß auch ein Ambulanz-Jet des Clubs für private Zwecke benutzt wurde. “In einem Fall ist ein Familienmitglied einer ehemaligen Führungskraft 2012 bei einem Ambulanzflug mitgeflogen”, so der ADAC-Präsident. In dem Fall seien “sofort die erforderlichen personellen Konsequenzen gezogen” worden, betonte Meyer und kündigte an, weitere Fälle untersuchen zu lassen.

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dpa/Guido Kruschke