ADAC Wolken breit

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Der ADAC hat in der Aufarbeitung seiner Manipulationsaffäre weitere Konsequenzen gezogen und sich von seinem langjährigen Geschäftsführer Karl Obermair getrennt. Über die vertraglichen Details hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart, teilte der ADAC am Freitag mit. “Es gibt eine einvernehmliche Trennungsvereinbarung, die von beiden Seiten unterschrieben worden ist”, sagte ADAC-Sprecher Christian Garrels am Freitag. Der kommissarische ADAC-Präsident August Markl hatte schon Ende Februar angekündigt, dass der Club sich auch von Obermair trennen wolle.

Zugleich setze der Club seine Erneuerung auf allen Ebenen fort. Erste Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppen könne es eventuell im Mai bei der Hauptversammlung geben.

In der Affäre um Manipulationen beim Autopreis “Gelber Engel” gab es bereits mehrere personelle Konsequenzen. Unter anderem nahm Club-Präsident Peter Meyer seinen Hut. Dem zunächst beurlaubten Kommunikationschef und Chefredakteur des Magazins “Motorwelt”, Michael Ramstetter, kündigte der ADAC fristlos, als ein Prüfbericht der Beratungsfirma Deloitte den Verdacht auf Fälschungen beim “Gelben Engel” bestätigte. Ramstetter wehrt sich nun vor dem Münchner Arbeitsgericht; am 22. Mai ist ein Gütetermin.

Obermair war zunehmend unter Druck geraten, nachdem er bei der Feier zur Wahl des Lieblingsautos der Deutschen im Januar Manipulationsvorwürfe harsch zurückgewiesen hatte. Tatsächlich aber bestätigten sich später die Vorwürfe.

Der kommissarische ADAC-Präsident August Markl hatte schon Ende Februar angekündigt, dass sich der Club auch von Obermair trennen wolle. Wann Obermair den ADAC offiziell verlässt, blieb offen.

Der ADAC konzentriere sich weiter mit voller Kraft auf sein Erneuerungs- und Reformprogramm, sagte Garrels. Sieben Arbeitsgruppen hatten in der vergangenen Woche ihre Arbeit aufgenommen. “Wir haben vor, erste Ergebnisse auf der Hauptversammlung im Mai in Saarbrücken vorzustellen”, kündigte Garrels an.

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dpa-AFX/Andreas Karius