ADAC Wolken breit

Der ADAC krempelt nach dem Skandal seine Geschäftsführung um. - Bild: kru

Die Geschäftsführung solle neu ausgerichtet werden. “Ich will betonen, dass Herr Dr. Obermair nach dem heute vorgestellten Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer in keiner Weise mit den Manipulationen um die Auszeichnung ?Gelber Engel? zu tun hatte”, sagte der kommissarische Vorsitzende des Präsidiums August Markl. Er bedanke sich bei Obermair “für den großen Einsatz für den ADAC, besonders auch für den in Gang gesetzten Reformprozess”, so Markl weiter.

Der Verein mit seinen mehr als 18 Millionen Mitgliedern hatte zuvor wiederholte Fälschungen bei seinem Autopreis “Gelber Engel” einräumen müssen. Obermair hatte diese Fälschungen zunächst bestritten.

Auch mit dem Geschäftsführungsmitglied Stefan Weßling wurde laut dem Automobilclub eine einvernehmliche Trennung vereinbart. Er wolle den Weg für den Reformprozess des ADAC frei machen, wurde Weßling in einer Mitteilung zitiert. Zuvor hatten schon Kommunikationschef Michael Ramstetter und Clubpräsident Peter Meyer ihre Jobs aufgegeben. Nachfolger für die ausscheidenden Geschäftsführer werden aktuell gesucht und sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden, so der ADAC.

Marion Ebentheuer rückt ab 1. März in die Geschäftsführung des ADAC nach und soll dort den Reformprozess des ADAC fortsetzen. - Bild: ADAC

In die Geschäftsführung rückt zum 1. März Marion Ebentheuer nach, die seit 1996 beim ADAC ist und dort zuletzt Vizevorsitzende des Vorstandes der ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG und der ADAC Rechtsschutz Versicherungs-AG war. Gemeinsam mit Mahbod Asgari und Raimund Müller soll sie den Reformprozess zur Erneuerung des ADAC fortsetzen.

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dpa/ADAC/Andreas Karius