BMW 3er E46

Auch BMW ist vom Takata-Rückruf betroffen und muss nun möglicherweise noch mehr Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten beordern. Bild: BMW

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) werde notfalls vor Gericht ziehen, um den Rückruf von weiteren etwa 5 Millionen Fahrzeuge der Hersteller Ford, Chrysler und BMW zu erzwingen, sagte der stellvertretende NHTSA-Chef David Friedman vor Journalisten am Dienstag (16.12.). Bislang haben nur Honda und Mazda dem Drängen der NHTSA nach einem landesweiten Rückruf nachgegegeben. Honda und Mazda “tun das Richtige”, lobte Friedman.

Der Vorstoß der NHTSA folgt auf die aktuelle Ernennung von Mark Rosekind zum neuen Chef der Behörde. Die NHTSA hatte zuvor ein Jahr lang keinen Chef gehabt. “Dr. Rosekind ist bereit für die Aufgabe und ich erwarte von ihm, dass er sich unermüdlich für die Sicherheit der Amerikaner einsetzt”, sagte US-Verkehrsminister Anthony Foxx.

Bislang haben 10 große Autohersteller seit 2013 allein in den USA mehr als 11 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen, während sie gleichzeitig versuchen, die genaue Ursache für das Airbag-Problem zu ermitteln. Friedman lobte die Autohersteller für ihre unabhängigen Tests, forderte aber gleichzeitig noch mehr Engagement ein. “Wir haben die Industrie gedrängt, die Versuche deutlich auszuweiten. Wir wollten nicht, dass sie sich auf die Arbeit von Takata verlassen”, sagte Friedman.

Verkehrsminister Foxx sagte, möglicherweise müsse der Kongress der Regierung zusätzliche Werkzeuge an die Hand geben – so solle eventuell die Grenze für Strafzahlungen bei verspäteten Rückrufen fallen, die derzeit bei 35 Millionen liegt.

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ks