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Aktie im Fokus: Autowerte europaweit im Minus - Überwiegend skeptische Studien.

So fielen in Paris die Titel von PSA Peugeot Citroen gegen 10.45 Uhr in einem zudem trüben Marktumfeld um 1,28 Prozent auf 19,23 Euro und die von Renault um 0,29 Prozent auf 26,125 Euro. Im Dax sanken die Papiere von BMW um 0,91 Prozent auf 53,33 Euro und die von Volkswagen um 0,70 Prozent auf 107,05 Euro. Für die Anteilsscheine von Daimler ging es um 0,73 Prozent auf 35,49 Euro nach unten.

Zum Vergleich fiel der Pariser Leitindex CAC 40 um 0,50 Prozent auf 3.103,56 Punkte. Der Dax verlor 1,56 Prozent auf 5.496,94 Punkte.

Die UBS zum Beispiel hatte die Aktien von PSA Peugeot Citroen von “Buy” auf “Hold” abgestuft und das Kursziel von 33,00 auf 21,00 Euro gesenkt. Trotz der sehr moderaten Bewertung der Titel sehe er wenige positive Kurstreiber, schrieb Analyst Denis Moreau in einer Studie. Vielmehr bestünden beträchtliche Risiken, dass der Gewinn je Aktie zurückgehen könnte.

Ferner stufte UBS-Analyst Philippe Houchois die BMW-Aktien von “Sell” auf “Neutral” hoch, senkte aber das Kursziel von 62,00 auf 56,00 Euro. Nach den jüngsten Verlusten reflektiere der Kurs den fairen Wert der Papiere sowie die möglichen Belastungen einer Konjunkturabkühlung nun besser. Der Experte reduzierte die Gewinnprognosen je Aktie für 2012 und 2013 um sechs respektive drei Prozent. BMW biete zwar defensive Qualitäten, habe das Gewinnpotenzial allerdings ausgeschöpft, hieß es.

Zudem meldete sich Analyst Michael Tyndall von Barclays Capital mit einer kritischen Branchenstudie zu den Automobilwerten zu Wort und reduzierte die Kursziele für die Aktien vieler Hersteller. Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten und die schwächeren Konjunkturvorhersagen dürften seiner Meinung nach die Kauflaune der Verbraucher trüben und die Erholung des europäischen Automobilabsatzes bis 2013 verzögern. Zudem habe er die Wachstumserwartungen für den chinesischen Automarkt für 2012 auf nur noch 7 Prozent nahezu halbiert.

Die Einstufung für die Renault-Titel lautet aber weiterhin “Overweight”. Die Aktie sei der günstigste Autowert, allerdings seit langem auch eine Wertfalle. Dessen sei das sich Management bewusst und wolle es ändern, begründete der Experte das positive Anlagevotum.

Ferner bewertet Tyndall die Papiere von Daimler sowie die Vorzugsaktien von Volkswagen weiter mit “Equal-weight”. Die Stuttgarter hätten im Vergleich zu den Wettbewerbern mit den größten Herausforderungen zu kämpfen. Im Pkw-Geschäft stünden Audi und BMW besser da, während im Lkw-Geschäft Volvo mit Blick auf die Margen sowie die Auftragsentwicklung die Nase vorn habe. VW habe derweil vergleichsweise geringe Gewinnrisiken und generiere zudem hohe Cashflows.

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dpa-AFX/kru