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Aktie im Fokus: DZ Bank senkt Ziele für Autobauer und Zulieferer.

Im Falle von BMW, Daimler und ElringKlinger nahmen die Analysten den Fair Value um jeweils knapp ein Viertel zurück. Um 10 bis 20 Prozent verringerten die Experten die fairen Werte für die Papiere von Rheinmetall, Continental, Leoni und die Vorzugsaktien von Volkswagen.

Sie gingen davon aus, dass sich die Schuldenkrise und die angekündigten intensiven Sparanstrengungen negativ auf die Absatzmärkte in den USA und Europa auswirken werde. Der chinesische Markt dürfte von einer möglichen Eintrübung des gesamten wirtschaftlichen Umfeldes ebenfalls betroffen sein. Mit einer vergleichbaren Entwicklung wie während der Finanzkrise 2008 rechnen die DZ-Bank-Experten allerdings nicht.

Im kommenden Jahr dürfte der Absatz allerdings stagnieren. Daher haben sie ihre Ergebnisschätzungen für 2012 um drei bis 30 Prozent gesenkt. In den kommenden Wochen rechnen sie mit entsprechenden Anpassungen der Konsensschätzungen.

Eine sich abschwächende Nachfrage in den USA und China stellt nach Ansicht der Analysten für den Münchener Autobauer BMW das größte Risiko dar, was auch ihr “Verkaufen”-Votum erklärt. Der Konkurrent Daimler dürfte im Premiumsegment zwar unter den gleichen Risiken leiden, sollte aber speziell in der Nutzfahrzeugsparte in den kommenden Quartalen von den 2008 eingeleiteten Restrukturierungen profitieren. Die Aktien der Stuttgarter bewerten die DZ-Bank-Experten mit “Kaufen”.

Die Aktien von VW und Conti seien dagegen weiterhin ihre Favoriten im Sektor. Beiden Papiere empfehlen die Experten zu Kauf. Beim Wolfsburger VW-Konzern sehen die Analysten weiterhin erheblich Wettbewerbsvorteile durch die gute Positionierung.

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dpa-AFX/Guido Kruschke