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Aktie im Fokus: ElringKlinger brechen ein - Vorläufige Zahlen überzeugen nicht.

Gegen 11.20 Uhr sackten die Aktien um 6,12 Prozent auf 21,995 Euro ab. Das war der größte Kursverlust seit März. Der MDax der mittelgroßen Werte gab zeitgleich 0,99 Prozent auf 10.806,65 Punkte ab.

“Nach dem was die Peer Group bislang geboten hat, ist der Quartalsbericht trotz erhöhtem Ausblick eher mau”, sagte ein Börsianer. Er verwies zum Vergleich auf Leoni, die am Vortag nach einer Prognoseerhöhung MDax-Favorit waren. Auch der französische Konkurrent Faurecia habe am Morgen positiver berichtet, sagte ein Händler. ElringKlinger erzielte aufgrund weniger rentabler Zukäufe im zweiten Quartal ein niedrigeres operatives Ergebnis. Die Unicredit hatte bereits mit einer Aufstockung des “konservativen Ausblicks” gerechnet, darin aber keine Kursimpulse gesehen. Überdurchschnittliches Wachstum und eine 2012 erwartete Rückkehr zum Margenniveau vor der Krise seien bereits eingepreist.

Equinet-Analyst Tim Schuldt nannte die Zahlen leicht enttäuschend. Vor allem die Margen hätten sich deutlich verschlechtert. Während er seine Umsatzprognose höchstwahrscheinlich anheben werde, sei seine bisherige Schätzung für den Gewinn vor Zinsen und Steuern in Gefahr. Schuldt kündigte an, er werde sein bisheriges Kursziel von 26,00 Euro sowie seine “Accumulate”-Einstufung überarbeiten.

Analyst Tobias Schmidt von Steubing zielte in seinem Kommentar auf den Auftragseingang ab. Dieser habe im zweiten Quartal einen Rekordwert erreicht und biete damit eine sehr gute Grundlage für das dritte und vierte Quartal. Außerdem sieht der Experte die fundamentalen Trends intakt. Nichtsdestotrotz legten die Zahlen im Vergleich zu dem, was andere Zulieferer zuletzt vorgelegt haben, einen Schatten auf die Quartalsbilanz.

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dpa-AFX/Guido Kruschke