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Aktie im Fokus: ElringKlinger-Kurs bricht ein. - Bild: kru

Die Autokrise in Europa macht ElringKlinger überraschend stark zu schaffen: Während der Umsatz 2012 etwas stärker als erwartet zulegte, blieb das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hinter den hauseigenen Erwartungen zurück. Der extrem schwache westeuropäische Fahrzeugmarkt und der Lagerbestandsabbau setzten insbesondere der französischen Tochter zu. 2013 rechnet der Konzern allerdings mit einem Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der Zulieferer stützt sich dabei auf ein Auftragspolster von 1,13 Milliarden Euro.

Ergebnis und Ausblick unter den Erwartungen

Ein Händler zeigte sich von der Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2012 enttäuscht und hob das schlechter als erwartet ausgefallene EBIT hervor. Aber auch der Ausblick liege unter den aktuellen Markterwartungen. Nach der guten Kursentwicklung in den vergangenen Monaten setze das die Aktien unter Druck.

Analyst Michael Punzet von der DZ Bank äußerte sich ähnlich kritisch: Sowohl die Zahlen für 2012 als auch der Ausblick für 2013 lägen klar unter seinen und den Konsensschätzungen. Das EBIT habe die Schätzungen des Unternehmens selbst ebenfalls verfehlt. Er werde seine Schätzungen nach der Telefonkonferenz überarbeiten, kündigte er an. Er bewertete die Aktien am Morgan noch mit “Kaufen” und einem fairen Wert von 28,00 Euro.

Der recht hohe Bewertungsaufschlag der ElringKlinger-Papiere relativ zur Vergleichsgruppe dürfte nach den Resultaten kaum Bestand haben, schrieb Equinet-Analyst Tim Schuldt in einer Studie. Zudem dürften die Markterwartungen auf das Niveau der Unternehmensprognosen sinken. Bei einem Kursziel von 23,00 Euro bewertet Schuldt die Papiere mit “Hold”.

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dpa-AFX/Guido Kruschke