Nissan Qasqai 2014

Seit Februar ist in Europa der neue Crossover Qashqai erhältlich, der auf dem gemeinsamen Baukastensystem Common Module Family CMF von Renault und Nissan basiert. Bild: Nissan

Mit Synergiegewinnen von 2,87 Milliarden Euro konnte die Allianz ihr Vorjahresergebnis nochmals deutlich übertreffen (2012: 2,69 Milliarden Euro). Den größten Anteil steuerten dabei die Bereiche Einkauf, Antriebsstrang und Fahrzeugentwicklung bei, so Renault in einer Mitteilung. Geschäftsfelder außerhalb der Kernbereiche wie Verkauf und Marketing steigerten demzufolge ebenfalls ihren Beitrag zu den Synergiegewinnen.

Der von der Renault-Nissan Purchasing Organization (RNPO) gemeinsam geführte Einkauf erwirtschaftete 2013 über eine Milliarde Euro durch Synergieeffekte, so die Unternehmen. Weitere 714 Millionen Euro erzielte der Bereich Fahrzeugentwicklung durch den verstärkten Einsatz gemeinsamer Plattformen und Komponenten. Die enge Zusammenarbeit in der Entwicklung und der Zugriff auf Antriebsstränge des jeweiligen Allianzpartners erbrachte zusätzliche 525 Millionen Euro.

Die Synergiegewinne gehen auf Kosteneinsparungen, Kostenkontrolle und Umsatzsteigerungen zurück. Jedes Jahr werden bei der Berechnung nur neue Synergiegewinne und nicht die kumulierten Synergiegewinne berücksichtigt.

Auch in Zukunft erwarten die Unternehmen weiter wachsende Erträge durch Synergien, vor allem durch die Einführung der Common Module Family (CMF). Der Baukasten aus fünf Modulen soll die Kosten pro Modell deutlich senken und zu höchster Qualität beitragen.

Dank CMF können Renault und Nissan eine Vielzahl von Fahrzeugen aus einem kleineren Teile-Pool fertigen, während der Kunde noch größere Vielfalt und höhere Qualität erhalten soll. Kleinwagen basieren auf der CMF-A-, Mittelklassemodelle auf der CMF-B- und größere Fahrzeuge auf der CMF-C/D-Plattform.

Seit November 2013 verkauft Nissan das erste CMF-Fahrzeug in den USA. Das neue SUV-Modell Rogue basiert auf der CMF-C/D-Variante. Im Dezember folgte in Japan der Verkauf des Crossover-Modells X-Trail, das ebenfalls auf CMF basiert. Seit Februar ist in Europa der neue Crossover Qashqai erhältlich. Das erste auf der neuen Architektur basierende Renault-Modell wird die Großraumlimousine Espace, die 2015 auf der CMF-C/D-Plattform ihr Debüt gibt.

Bereits 2013 begann die Allianz mit der Entwicklung von preisgünstigen Einstiegsmodellen auf der CMF-A-Plattform. Die Produktion dieser Modelle beginnt 2015 im Renault-Nissan Allianz-Werk Chennai in Indien.

“Die Entwicklung von CMF-Fahrzeugen steigert die Synergiegewinne in allen wichtigen Geschäftsbereichen deutlich ? vom Einkauf über die Entwicklung bis hin zum Antriebsstrang?, sagte Christian Mardrus, Executive Vice President der Allianz für die Renault-Nissan B.V. und das CEO-Büro der Allianz. “CMF wird auch in Zukunft ein wesentlicher Wachstumsmotor für Synergien sein. Wir gehen davon aus, dass bis 2020 rund 70 Prozent unserer Fahrzeuge aus dem CMF-Bereich kommen werden.”

Die Renault-Nissan Allianz konnte auch Synergiegewinne in den aufstrebenden Märkten wie Indien und Russland erzielen, wo Fahrzeuge beider Unternehmen in denselben Werken hergestellt werden. Zudem begann Renault im vergangenen Jahr in Großbritannien und Südafrika mit dem Verkauf des SUV Duster. Die rechtsgesteuerten Fahrzeuge werden von Renault-Nissan Automotive India Private Limited im indischen Oragadam bei Chennai gefertigt. Die Produktionskapazität von 400.000 Fahrzeugen pro Jahr teilen sich Renault und Nissan.

Im vergangenen Jahr startete zudem Nissan den Verkauf der in Togliatti gebauten Almera-Limousine. Den Produktionskomplex teilt sich der japanische Allianzpartner mit Renault und Russlands größtem Automobilhersteller Avtovaz.

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Renault/ks