Christian Wellner

Christian Wellner: "Aluminium wird auch mittel- und langfristig weiter auf dem Wachstumspfad bleiben." - Bild: Aluinfo

Für die kommenden Monate erwartet Dr. Andreas Postler, verantwortlich für den Bereich Marktanalyse und Statistik beim Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf, eine weiterhin stabile Entwicklung. „Wir sind für das 2. Halbjahr 2011 weiterhin optimistisch. Die deutschen Hersteller von Aluminiumhalbzeug verfügen über beachtliche Wettbewerbsvorteile innerhalb Europas und weltweit. Zusammen mit der guten konjunkturellen Lage werden sie diese nutzen und in entsprechende Mengen umsetzen.“, so Andreas Postler.

In den deutschen Aluminiumhalbzeugwerken an 47 Standorten in Deutschland sind rund 16.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte (Bleche, Bänder, Platten), sowie Strangpressprodukte (Profile, Stangen, Rohre), Drähte und Schmiedeteile.

Der höchste Anteil an der Aluminiumhalbzeugproduktion entfällt auf die Aluminiumwalzwerke. Die Produktion von Walzprodukten aus Aluminium betrug im 1. Halbjahr 2011 948.152 Tonnen und lag damit leicht über den 946.508 Tonnen des Vorjahres 2010. Im 2. Quartal 2011 wurden 458.460 Tonnen Walzprodukte produziert. Dies sind rund 30.000 Tonnen weniger als im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr wird von einer Stabilisierung der Produktion auf hohem Niveau ausgegangen. Größter Abnehmer von Aluminiumwalzhalbzeugen sind neben Automotive die Märkte Verpackung und technische Anwendungen (Maschinenbau und Elektrotechnik), die zusammen knapp drei Viertel des Bedarfs an Walzprodukten aus Aluminium darstellen. Der verbleibende Teil des Bedarfs geht in die Bereiche Bau, Handel sowie sonstiger Endverbrauch.

Auch die deutschen Strangpresser blicken äußerst zufrieden auf das Halbjahresergebnis 2011. Die Produktion von Strangpressprodukten aus Aluminium stieg im 1. Halbjahr 2011 auf 297.916 Tonnen und damit um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im 2. Quartal 2011 belief sich das Produktionsvolumen auf 152.673 Tonnen. Damit geht ein Zuwachs von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr einher. „Für den Jahresverlauf 2011 erwartet der GDA trotz einer Abschwächung der Dynamik weiteres Wachstum“, so Andreas Postler. In Deutschland selbst produzieren derzeit 85 Strangpressen. Die wichtigsten Profilmärkte liegen im Bausektor (30 Prozent), im Verkehrsbereich (28 Prozent), im Maschinenbau (9 Prozent) und in der Elektrotechnik (8 Prozent).

Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA, ist optimistisch, dass Aluminium auch mittel- und langfristig weiter auf dem Wachstumspfad bleiben wird. „Das Potential von Aluminium – insbesondere im Leichtbau – ist noch lange nicht ausgeschöpft“, so Wellner.

kru