VW Crossblue

Der Crossblue soll die Absatzzahlen von VW in den USA wieder ankurbeln - auf den Markt kommt die Gleände-Limousine allerdings erst 2016. Bild: Volkswagen

Fast alle Modelle fanden weniger Interessenten als im Juli 2013. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast 14 Prozent auf knapp 210 000 verkaufte Autos. Und bis es wieder richtig bergauf geht, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Denn den nächsten Wachstumsschub erwartet Vertriebschef Christian Klingler erst mit der Ankunft neuer Modelle. 2016 soll eine Geländelimousine – bislang unter dem Arbeitstitel Crossblue bekannt – neue Kundenschichten für VW erschließen.

Konkurrenz im Aufwind

VWs Konkurrenten ziehen weiter davon. Im Juli meldeten die Marktführer GM, Ford und Toyota Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahresmonat von neun Prozent und mehr. Besonders im Fall von GM ist das bemerkenswert, kämpft der Konzern doch gerade mit der größten Rückrufwelle der Firmengeschichte.

“Amerikanische Familien sind in Sachen Wirtschaft so zuversichtlich gestimmt wie schon lange nicht mehr”, erklärte GM-Verkaufschef Kurt McNeil am Freitag in Detroit. “Die Verkäufe waren durch die Bank stark.” Besonders gut liefen nach seinen Worten jedoch SUVs. Insgesamt wurde der Konzern mehr als eine Viertelmillion Autos los.

Ford und Toyota kamen jeweils über 210 000 Stück, wobei die Japaner sich sogar auf Rang zwei in der Rangliste vorschoben. Die Fiat-Tochter Chrysler legte dank der Geländewagen-Marke Jeep um 20 Prozent auf knapp 168 000 Autos zu.

VW-Töchter legen weiter zu

Während die Verkäufe der Kernmarke VW im Rückwärtsgang stecken geblieben sind, läuft es bei den Schwestermarken weiter gut: Bei Audi blieb die neue A3 Limousine auch im Juli der Erfolgsgarant. Die Bauform ist in den USA besonders beliebt. Die Gesamtverkäufe stiegen um 12 Prozent auf gut 14 600 Autos. Bei Porsche war es der Kompakt-SUV Macan, der die Zahlen nach oben trieb und zwar um 13 Prozent auf 4300 Neuwagen.

Mercedes wächst schneller als BMW

Der Premiumrivale BMW wurde samt der Kleinwagentochter Mini 32 200 Wagen los, ein Zuwachs von 7 Prozent. Mercedes-Benz samt Smart und den Sprinter-Transportern wuchs um 16 Prozent auf 30 800 Wagen. Hier sorgten neben dem CLA, den es vor einem Jahr in den USA noch nicht zu kaufen gab, die überarbeitete E-Klasse und vor allem die neue Generation der S-Klasse für das Plus.

In den USA berichtet jeder Hersteller einzeln über seine Absätze, weshalb bis zuletzt auch noch keine Gesamtzahlen existierten.

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Gabriel Pankow / dpa-AFX