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Der VW-Konzern hat bislang insgesamt über zwei Dutzend Beschäftigte freigestellt, die in Zusammenhang mit dem VW-Dieselskandal beschuldigt werden. Bild: ks

| von Andreas Karius

Die US-Behörden hätten den Konzern gebeten, von personellen Konsequenzen gegen "einige weitere Personen" abzusehen, weil die Ermittlungen gegen sie noch andauerten, sagte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch am Montagabend (6. März) in Genf auf einer Konzernveranstaltung. Diese Personen würden derzeit weiter im Konzern arbeiten. Welcher Stufe des Managements die Beschuldigten angehören, wollte Pötsch nicht sagen. Insgesamt hat der Konzern bislang über zwei Dutzend Beschuldigte freigestellt.

VW hatte sich einem US-Strafverfahren bereits auf Konzernebene schuldig bekannt, kriminelle Handlungen zugegeben, und einem 4,3 Milliarden US-Dollar (4,05 Mrd Euro) teuren Vergleich mit dem US-Justizministerium zugestimmt. Die Einigung muss aber noch von einem Gericht genehmigt werden. Die US-Justiz wirft noch mehreren ehemaligen Mitarbeitern kriminelle Vergehen vor. In Deutschland laufen bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Ermittlungen gegen Dutzende von Beschuldigten wegen mutmaßlicher Mitwirkung an der Manipulation von Diesel-Abgastest bei Millionen Autos. VW hatte im September 2015 zugegeben, Abgaswerte mittels Software geschönt zu haben.

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