Aral E10

Trotz der Vorbehalte der Autofahrer setzt Aral weiter auf den Bio-Sprit E10. - Bild: dpa

E10 wird künftig die preisgünstigste Kraftstoffsorte sein – mit einem Abstand von drei Cent je Liter zu Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol. Zudem werden die Tankstellen von Aral und anderen Mineralölkonzernen Benzin mit 98 Oktan (Super plus) anbieten, das sieben Cent teurer als E10 sein wird oder alternativ eine Spitzensorte mit 100 Oktan für neun Cent mehr als der Bio-Sprit.

Bis zum Jahresende sollten weitere 1.200 der insgesamt 2.500 Tankstellen den umstrittenen Kraftstoff anbieten, teilte Aral in Bochum mit. Damit beschleunigt der deutsche Marktführer die Einführung des Benzins mit zehn Prozent Ethanol aus Pflanzen um einige Wochen. Auch die Raffinerien und Tanklager im Norden und Westen werden dann das Produkt führen, so dass die Branche insgesamt E10 anbieten kann.

E10 hätte schon zu Jahresbeginn flächendeckend eingeführt werden sollen; wegen mangelnder Akzeptanz durch die Autofahrer hatte die Mineralölwirtschaft die Umstellung der Tankstellennetze und Raffinerien jedoch auf halbem Wege gestoppt. „Wir gehen davon aus, dass trotz der anfänglichen Vorbehalte die Autofahrer E10 zunehmend akzeptieren werden und E10 langfristig zur meistgetankten Ottkraftstoffsorte wird“, sagte Aral-Chef Stefan Brok. Konkrete Anzeichen dafür gibt es allerdings nicht; der Absatz-Marktanteil von E10 liegt an den Tankstellen, die es führen, unverändert bei 30 Prozent.

dpa/Guido Kruschke