Audi_Wer_Gyoer_Motorenbau

Das Audi Werk Györ spielt eine Schlüsselrolle beim Motorenbau. Ein Streik würde den VW-Konzern hart treffen. Archivbild: Audi Ungarn

Der Standort gilt als extrem wichtig für Audi und den VW-Konzern. Das vor allem mit Blick auf die Versorgung anderer Werke mit Motoren. In den vergangenen Jahren wurde der Standort Györ massiv ausgebaut. Derzeit gehen dort die Modelle A3 und Audi TT vom Band, ab 2018 kommt noch der Q3 hinzu. Eine noch wichtigere Rolle spielt die Motorenproduktion. Insgesamt 2 Millionen Aggregate werden in Györ gefertigt. Das nicht nur für Audi, sondern auch für andere Konzernmarken. Insofern würde ein Streik den Autokonzern hart treffen.

Gestritten wird um eine Lohnerhöhung von umgerechnet etwas über 56 Euro. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Gewerkschaftskreise vor Ort berichtet, hätten sich 7.000 der über 11.000 Beschäftigten schriftlich für einen Streik ausgesprochen, sollte die Forderung nach mehr Lohn nicht erfüllt werden. Die Arbeitnehmervertreter wollen die monatliche Erhöhung rückwirkend zum 1. Januar durchsetzen.

Von Audi gibt es mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen keinen Kommentar. Allerdings sieht man die Sache wohl relativ entspannt. So hieß es aus Unternehmenskreisen, dass Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite in ihren Vorstellungen „nicht weit auseinander“ lägen.

Das Werk in Ungarn gilt als hoch profitabel. Bei Audi verdienen die Beschäftigten deutlich mehr als das monatliche Durchschnittseinkommen von etwas über 900 Euro.