Bernd Osterloh, VW-Konternbetriebsratsboss in einem Büro

Für die Arbeitnehmerseite waren bisher unter anderem VW-Konzernbetriebsratsboss Bernd Osterloh im Kontrollgremium vertreten. Bild: VW

Vorstand und Betriebsrat hätten sich auf diese Änderung geeinigt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit. Für die Arbeitnehmerseite waren bisher unter anderem VW-Konzernbetriebsratsboss Bernd Osterloh, der Betriebsratschef des Sportwagenbauers Porsche AG, Uwe Hück, sowie Audi-Betriebsratschef Peter Mosch im Kontrollgremium vertreten.

"Die Mitbestimmung bei der Porsche SE wird ausgesetzt", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Grund ist demnach, dass die Porsche SE derzeit kein operatives Geschäft betreibt. Die Änderung soll die Abläufe vereinfachen. Zuvor hatte die Tageszeitung "Die Welt" darüber berichtet.

Arbeitnehmervertreter bestätigten das Vorhaben, das auf der Hauptversammlung im Mai abgesegnet werden soll. "Die Porsche SE ist eine reine Finanzholding ohne operatives Geschäft", sagte ein Sprecher des Betriebsrats. "Da steht nur ein Tresor im Raum mit viel Geld, um den müssen wir Arbeitnehmervertreter nicht herumsitzen." Mitbestimmung sei im operativen Geschäft wichtig, also im VW-Konzern. "Wir nehmen unsere Mitbestimmungsrechte weiterhin auf Ebene der Volkswagen AG und der Porsche AG weiter uneingeschränkt wahr."

Die Zustimmung zu der Umstrukturierung auf der Hauptversammlung gilt als Formalie, weil die Unternehmerfamilien Porsche und Piëch das Sagen haben bei der PSE.

Die noch gültige Mitbestimmungsvereinbarung stammt aus dem Jahr 2007, als die PSE gegründet wurde und sie noch direkt für die in der Porsche AG gebündelten Autoproduktion mit damals 12.000 Mitarbeitern zuständig war sowie 30 Prozent an VW hielt. Inzwischen ist die Firma eine Holding mit nur noch 30 Mitarbeitern, die Porsche AG wiederum ist VW als Tochter untergeordnet. Die PSE hält rund 52 Prozent der Stimmrechte am weltweit größten Autobauer Volkswagen. Der Kapitalanteil an VW liegt bei knapp 31 Prozent.