Delphi Langenlonsheim

Rettung in letzter Minute: IG Metall und Arbeitgeber haben sich bei Delphi in Langenlonsheim auf einen Sozialtarifvertrag geeinigt. - Bild: Delphi

Für rund 250 Beschäftigte in der Produktion seien sie bis Ende 2014, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Uwe Zabel am Donnerstag. Dazu wird die Delphi-Unternehmensleitung Langenlonsheim als Entwicklungsstandort fortführen. Für 75 Mitarbeiter und 18 Azubis bedeutet das eine Standortsicherung bis Ende April 2016.

IG Metall und Arbeitgeber hatten sich zuvor auf einen Sozialtarifvertrag geeinigt. Die Gewerkschaft stimmte mit großer Mehrheit für die Vereinbarung, die am 19. April in Kraft treten soll. Seit November gab es Proteste gegen eine drohende Schließung, sie gipfelten in Produktionsausfall.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung zeigte sich erleichtert. Neben der Sicherung der Arbeitsplätze für die Beschäftigten in der Herstellung sei auch die Standortgarantie für das Entwicklungszentrum bis Ende April 2016 eine wichtige Entscheidung, teilten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer (beide SPD) mit. Nun gibt es nach Schweitzers Ansicht die Chance, Alternativen für Beschäftigte und Standort zu prüfen.

Europa-Autokrise brachte Zulieferer in Schwierigkeiten

Die Autokrise in Europa hatte den Produktions- und Entwicklungsstandort des Zulieferers Delphi GmbH in Schwierigkeiten gebracht. Die Schließung war laut IG Metall vorher schon ausgemachte Sache. Nach über 50 Stunden Verhandlungen hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber laut IG Metall dann auf einen Sozialtarifvertrag geeinigt. Der Deutschland-Sitz des US-Autozulieferers Delphi ist in Wuppertal.

Alle Beiträge zum Stichwort Delphi

dpa/Delphi/Guido Kruschke