Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Wir müssen jetzt erstmal unsere Ziele einhalten, die wir uns vorgenommen haben.“ Bild: Bundesregierung und Denzel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen Pläne der EU-Kommission für ehrgeizigere Klimaschutzziele gewandt. „Das permanente Setzen neuer Ziele halte ich nicht für sinnvoll“, sagte sie am Sonntag im Sommerinterview der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. „Wir müssen jetzt erstmal unsere Ziele einhalten, die wir uns vorgenommen haben“, so Merkel im ARD-Sommerinterview weiter. In Deutschland gehe es nun darum, die gesetzlichen Maßnahmen zum Erreichen des Ziels für 2030 umzusetzen, was schwer genug werde.

Klimakommissar Miguel Arias Cañete will den EU-Staaten vorschlagen, dass die EU bis 2030 eine Senkung der Treibhausgase um 45 statt 40 % international zusagt. Mit Blick auf notwendige Maßnahmen in Deutschland betonte Merkel: „Wir brauchen eine Verkehrswende, das ist ja ganz klar.“ Dafür sollten schrittweise neue Mobilitätsformen eingeführt werden. „Wir werden eine sehr schnelle Einphasung jetzt von Elektromobilität haben.“ Bisher entwickeln sich die Verkaufszahlen für E-Autos schleppend. Merkel unterstrich ihre Verantwortung, dass Deutschland seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste. Die Häufung von Extremwetter-Ereignissen und steigende Temperaturen in den vergangenen Sommern zeigten, dass der Klimawandel „eben auch bei uns“ stattfinde.