Aston-Martin_Börsengang

Steuert geradewegs auf die Börse zu: nach erfolgter Restrukturierung soll Aston Martin nun an die Börse gebracht werden. Bild: Aston Martin

| von Frank Volk

Die Restrukturierungsphase ist weitgehend abgeschlossen, die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Nun macht sich Aston Martin-Chef Andy Palmer mit Nachdruck an den nächsten Punkt seines Entwicklungsplans. Wie das Unternehmen inzwischen bestätigte, strebt die britische Sport- und Luxuswagenlegende bis Ende des Jahres ein Börsenlisting an.

Details zu den Rahmenbedingungen des bevorstehenden Börsengangs sind noch nicht bekannt. Laut britischer Börsenaufsicht sollen mindestens 25 Prozent des Autobauers an die Börse gebracht werden, mit Verweis auf "gut informierte Kreise" berichten britische Medien, dass man aus dem Börsengang umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro erlösen möchte. Derzeit halten die italienische Investindustrial und eine Gruppe kuwaitischer Investoren rund 95 Prozent der Aston Martin-Anteile. Daimler hat einen Anteil von fünf Prozent. Diese hat der deutsche Autokonzern im Gegenzug zur Lieferung moderner Motorentechnologie erhalten. Die Investoren wollen auch nach dem Börsengang an Bord bleiben.

Trotz Belastungen durch den Brexit läuft es bei der britischen Marke, die in den vergangenen Jahren trotz James Bond-Glorienschein mehrfach an der Pleite vorbei schrammte, gut. 2017 gab es bei einem Rekordumsatz von 880 Millionen Pfund einen Vorsteuergewinn von 87 Millionen Pfund. Im ersten Halbjahr steigerte Aston Martin den Umsatz um acht Prozent auf knapp 445 Millionen Pfund. Gerfragt ist derzeit besonders der DB11. Das in Gaydon beheimatete Unternehmen arbeitet derzeit intensiv an der Umstellung auf Elektromobilität.